Die 2008 abgeschlossene Quartiersvereinbarung für Neu-Reform zwischen Wohnungsunternehmen, SWM, MVB und Stadtverwaltung trägt weitere Früchte. Die Sanierung im Reformer Quittenweg 45-57 ist abgeschlossen. In der Sojustraße 8-15 werden die Wohnhäuser bereits entkernt.

Reform. Aus grau wird bunt: Die triste Fassade des DDR-Plattenbaus Typ P2 im Reformer Quittenweg 45 bis 57 ist Vergangenheit, stattdessen strahlt der Block in freundlichen Erdtönen. Seit Mitte Mai vergangenen Jahres hat die Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg (Wobau) den Wohnblock umfassend saniert. Die Zwei- und Dreiraumwohnungen entsprechen nach der Schönheitskur modernsten Anforderungen. "Wir haben von Grund auf saniert, dazu war ein kompletter Leerzug nötig", sagt Kerstin Willenius, Leiterin des Kundencenters Süd: "Von den Fußböden, über die Fassadendämmung bis hin zu den Außenanlagen und Stellplätzen ist hier alles neu." Hinzugekommen sei auch ein Aufzug bis in die sechste Etage mit ebenerdigem Zugang.

Mit Erfolg: "Bis auf wenige Ausnahmen sind alle 82 Wohnungen wieder vermietet", freut sich der technische Leiter der Wobau, Helmut Ziepel: "Das zeigt uns, dass das Projekt von den Menschen hier gut angenommen wird."

Die Baumaßnahmen im Stadtteil gehen an anderer Stelle weiter: In einem zweiten Bauabschnitt wird nun die Sojusstraße 8 bis 15 in Angriff genommen: "Hier arbeiten wir seit Januar an der Entkernung." In den kommenden Wochen werden drei der sechs Etagen des Gebäudes abgetragen. "Wir müssen dem über die Jahre rückläufigen Wohnungsbedarf im Stadtteil einfach Rechnung tragen", erläutert Kerstin Willenius die Gründe für den Rückbau. Auch dieser Block soll nach seiner Komplettsanierung wieder für Lust am Wohnen sorgen: "Zum Beispiel wird es hier wunderschöne Südbalkone geben."

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