Am zweiten Rückrundenspieltag hat der FC Einheit Wernigerode beim Schönebecker SV 1:1 (0:1) Remis gespielt. Die Hasseröder holten damit zwar einen Punkt, tun sich auswärts jedoch weiter schwer.

Wernigerode (fbo). Bei den Harzern kam an der Elbe erschwerend hinzu, dass zwei weitere Stammkräfte verletzt ausfielen: Neben Schrader, den Werner-Brüdern und John fehlten kurzfristig auch Riemann und Blume, die sich am Donnerstagabend verletzten, sowie Oberstädt (private Gründe).

Von Beginn an entwickelte sich auf dem schwer bespielbaren Hartplatz eine niveauarme Landesligapartie, mit wenigen Höhepunkten und Torraumszenen auf beiden Seiten. In der Anfangsphase setzte Einheit aber die Vorgabe von Trainer André Dzial um, selbst das Spiel zu gestalten. Mit hoher Laufbereitschaft und gutem Passspiel wurde der Gegner unter Druck gesetzt und das Spiel kontrolliert.

Folgerichtig ging Wernigerode in der achten Minute in Führung, als Nick Schmidt aus halbrechter Position André Kopp bediente und dieser den Ball gekonnt ins lange Eck köpfte. Von Schönebeck war wenig zu sehen, so war es auch ein Wernigeröder, der die erste Chance für Schönebeck einleitete (13.): Marco Wieses Querschläger nach Flankenball hielt Helmstedt mustergültig. In der 24. Minute hätte der FCE die Führung ausbauen können. Nach gekonnter Kombination über Ramme und Kopp über die linke Seite verpasste Nick Schmidt die Eingabe freistehend um Zentimeter. Bis zur Pause dominierte der FC Einheit das Geschehen, ohne sich jedoch weitere nennenswerte Chancen zu erspielen.

Mit Beginn der zweiten 45 Minuten erhöhte der SSV den Druck – einziges Mittel waren jedoch lange Bälle, die in der gut gestaffelten Abwehr oder bei FC-Keeper Helmstedt landeten. Trotzdem muss sich die junge Mannschaft in dieser Phase den Vorwurf gefallen lassen, das Spiel zunehmend aus der Hand gegeben zu haben. Die Hasseröder standen zu tief in der eigenen Hälfte, arbeiteten schlecht gegen den Ball und reagierten nur noch, statt zu agieren. Einen der wenigen Entlastungsangriffe ließ Andy Wipperling ungenutzt, als er in der eine Eingabe von Ramme freistehend im Strafraum volley über das Tor hämmerte (77.).

In der 79. Minute wurde Wernigerode für seine Nachlässigkeiten bestraft. Kurioserweise und passend zum Spiel erzielte SSV-Torhüter Ebeling, der als Torwart ersetzt wurde und von Trainer Fiedler in den Sturm beordert wurde, den glücklichen Ausgleich. Nach einer Eingabe von halbrechts stand er freistehend am Fünfmeteraum und schoss den Ball unhaltbar in den Winkel.

Glück hatte dann der FC Einheit Wernigerode, als Mathias Rhode nach einem Eckball aus rund 16 Metern nur knapp das GästeGehäuse verfehlte (89.).

Einheit-Coach Dzial zog folgendes Fazit: "Für meine Mannschaft war viel mehr drin. Wie schon oft in dieser Saison wurden wir auswärts für unsere Passivität in der zweiten Halbzeit bestraft. Wir müssen weiter hart daran arbeiten, unser Spiel und unsere Strategie, gerade auf des Gegners Platz, konstant über die gesamten 90 Minuten durchzubringen."

FC Einheit: Helmstedt, Günther, Pape, Stetz, Wiese, Schmidt, Ramme, Wipperling, Kopp, Golz, Horst;

Torfolge: 0:1 André Kopp (8.), 1:1 Steven Ebeling (78.).

Schiedsrichterin: Antje Wachholz (Sülzetal), Zuschauer: 81.