Magdeburg (pl). In der nächsten Stadtratssitzung sollte eigentlich der Bebauungsplan für die Erweiterung des T-Systems-Rechenzentrums an der Lübecker Straße beschlossen werden. Daraus wird erst einmal nichts. OB Lutz Trümper hat gestern im Volksstimme-Gespräch mitgeteilt, dass er die Vorlage zurückziehen und die Beratung von der Tagesordnung der Stadtratssitzung am 3. März streichen lassen werde. Durch eine neue Entwicklung in der Angelegenheit gebe es einen wichtigen Abstimmungsbedarf in der Sache, der von den Baubehörden im Rathaus und in Gesprächen mit T-Systems geklärt werden müsse, so Trümper.

Hintergrund dafür ist ein Treffen zwischen Mitgliedern der Bürgerinitiative "Magdeburg21", Vertretern der Telekom-Tochter T-Systems und Magdeburger Stadträten am Montagabend. Wie T-Systems dazu mitteilte, habe das Gespräch in einer "konstruktiven Atmosphäre" stattgefunden, in der beide Seiten (Unternehmen und Bürgerinitiative) noch einmal ihre Standpunkte deutlich gemacht hätten. Auch habe sich die Initiative kompromissbereit gezeigt.

Nach Angaben der Bürgerinitiative könnte der Kompromiss darin bestehen, dass Einfamilienhäuser, die direkt an der Grundstücksgrenze zum Rechenzentrum stehen, "umgesetzt" würden, dass zwischen Wohngebiet und Rechenzentrum eine Art zehn Meter hoher Schutzwall gebaut werde und dass die nahegelegene Gartensparte baurechtlich als Freizeitgebiet festgeschrieben werde.