Die 55. Kinder-Uni war am Sonnabend im Opernhaus des Theaters Magdeburg zu Gast. Mit einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm und in Workshops wurde den rund 650 Kindern vorgestellt, wie Theater "funktioniert".

Altstadt. Die Kinder-Uni hat schon für viele interessante Vorlesungen und Veranstaltungen gesorgt, am vergangenen Sonnabend war es aber etwas ganz Besonderes, was den rund 650 Jungen und Mädchen geboten wurde. Unter der Überschrift "Kinder-Uni macht Theater" hatte das Team um Dr. Rosemarie Behnert, die seit fast sieben Jahren die Kinder-Uni organisiert, ins Opernhaus eingeladen.

Auf dem Programm stand alles, was eine Oper oder ein Theater ausmacht. Die Kinder konnten sich ansehen, wie ein Bühnenbild entsteht, warum das Tanzen im Ballett so schwer ist und das klassische Singen in einer Oper eine lange musikalische Ausbildung erfordert. Ein über einstündiges Bühnenprogramm, das das Theater Magdeburg ganz speziell für die Kinder-Uni vorbereitet hatte, zeigte den Kindern, was auf einer großen Bühne alles möglich ist. So wurde mit Lichteffekten gespielt, Bühnenbilder erläutert, Schauspieler zeigten, wie man bühnenreif aus dem Leben scheidet und warum sich die Schauspieler beim Fechten auf einer Bühne nicht aus Versehen die Ohren abschneiden. Bekannte Opernausschnitte, und wie man sie auf die Bühne bringt, wurden gezeigt und auch große Musik, vorgetragen vom Operchor und der Magdeburgischen Philharmonie, konnten die Kinder erleben. Und wer nach der Vorstellung Lust hatte, ließ sich zeigen, wie ein Schauspieler "in der Maske" in eine Theaterfigur verwandelt wird oder wie verschiedenen Blasinstrumenten eines Orchesters Töne entlockt werden können.

Uni-Rektor Prof. Klaus Erich Pollmann freute sich in seiner Begrüßung, dass das Theater Magdeburg sehr gern der Idee, eine Kinder-Uni in seinem Haus auszurichten, "spontan zugesagt" hatte.

Es war die 55. Kinder-Uni-Vorlesung, zu der die Otto-von-Guericke-Universität eingeladen hat. Dabei wird versucht, den Kindern naturwissenschaftliche, geisteswissenschaftliche und kulturelle Themen kindgerecht nahe zu bringen. Die immer sehr hohen Teilnehmerzahlen zeigen, dass dieses Konzept gut ankommt und aufgeht.

 

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