( jw ). Aufregung gestern Mittag an der Integrierten Gesamtschule " Willy Brandt ". Rund ein dutzend, teils mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten sicherten gegen 12. 45 Uhr alle Zu- und Ausgänge. Hintergrund : Ein Zeuge hatte beobachtet, wie Jugendliche in einem Geschäft in der Innenstadt zwei Softairwaffen gekauft und sich damit per Straßenbahn auf den Weg zu ihrer Schule am Westring gemacht haben. Der 84-jährige Zeuge, der ebenfalls in der Bahn saß, konnte sehen, wie die beiden in das Schulgebäude der IGS gingen. Aus Sorge rief er die Polizei, die mit drei Beamten der Kripo und zwölf Schutzpolizisten wenig später vor Ort eintraf.

Während die Kriminalpolizisten die Schuldirektion aufsuchten, sicherten die uniformierten Beamten das Gebäude. Parallel war in kürzester Zeit ermittelt worden, wer die beiden jungen Männer waren, die die Softairwaffen kurz zuvor in der Innenstadt gekauft hatten. Es handelt sich um zwei 14- und 15-jährige Schüler der IGS. Für den Erwerb der Softairwaffen ( eine Kurz- und eine Langsoftairwaffe der untersten Kategorie ) hatten sie in dem Geschäft unterschreiben müssen. So war die schnelle Ermittlung möglich. Eine Softairwaffe fanden die Beamten im Rucksack eines der Jungen, die zweite hatten diese in ein Schließfach gelegt. Angeblich wollten sie die Softairwaffen einem Freund schenken. Entwarnung also, denn es handelte sich um legal erworbene Spielzeugwaffen, und es gab auch keine ernste Bedrohungslage. " Das weiß man aber vorher nie. Deshalb gehen wir auf Nummer sicher ", begründete Polizeisprecher Frank Küssner den Großeinsatz.