Die Neubebauung des ehemaligen Schulgeländes am Milchweg und die angedachte Straßenbahntrasse nach Nord – das sind zwei der Themen, die in Birkenweiler die Siedlergemeinschaft (87 Mitgliederfamilien) bewegen. Die Vorsitzende Christina Grunert bemängelte in ihrem Geschäftsbericht auf der Jahreshauptversammlung am Freitagabend in der "Birke" außerdem die Entwicklung der Gemeinwesenarbeit im Neustädter Feld.

Neustädter Feld. Wie Christina Grunert berichtete, gab es vor einigen Monaten bereits eine Versammlung zur Bebauung des ehemaligen Schulgeländes am Milchweg. Die Bewohner der Gartenwege von Birkenweiler fordern, dass dafür keine Ausfahrtsstraße durch ihre Siedlung eingerichtet wird. Bereits durch das Familienzentrum des Trägers "Die Brücke" im ehemaligen Kindergarten habe der Durchgangsverkehr durch die schmalen Gartenwege zugenommen. Nach mehreren Anfragen bei der Stadt sei der Siedlergemeinschaft inzwischen auch zugesichert worden, dass es für das neue Eigenheimgebiet eine gesonderte Zufahrt vom Milchweg aus geben werde, sagte Grunert. Die Bebauung werde noch in diesem Jahr beginnen.

Enttäuscht von GWA

Ein "Dauerbrenner" ist die angedachte Straßenbahntrasse nach Nord. Die Siedlergemeinschaft will eine Straßenbahnroute durch den Burgstaller Weg unbedingt verhindern. Dieser Forderung werde die Siedlergemeinschaft auch weiterhin Nachdruck verleihen und bei den Verkehrsbetrieben immer wieder zum Stand der Planungen nachhaken, machte der Siedlervorstand auf der Jahreshauptversammlung deutlich.

Enttäuscht zeigte sich der Siedlerverein von der Zusammenarbeit der Bewohner, Vereine und Einrichtungen des Neustädter Feldes in der Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA). Bisher hatten sich Birkenweiler-Bewohner regelmäßig an den GWA-Treffen beteiligt.

"Seit sich die frühere Stadtteilmanagerin Manuela Hasenfuß zurückgezogen hat, sind die Veranstaltungen nicht mehr ganz so attraktiv", sagte Grunert. Die zuvor "harmonische Zusammenarbeit" komme durch Streitereien "nur schwerlich wieder in Gang". "Wir haben auch festgestellt, dass die etablierten Parteien bis auf wenige Ausnahmen immer nur vor Wahlen präsent sind. Sicher haben die Leute viel zu tun, aber es ist schon recht seltsam", sagte Christina Grunert.

Baustelle "Birke"

Wegen dieser Entwicklungen habe der Siedlervorstand von Birkenweiler inzwischen beschlossen, sich zurückzuziehen und nicht mehr alle GWA-Termine wahrzunehmen. Die Siedlergemeinschaft werde sich nur noch punktuell bei für sie interessanten Themen einbringen. In diesem Jahr stehen neben Veranstaltungen wie dem 2010 erfolgreich ausgerichteten Altsiedlertreffen oder eine Siedlerbusfahrt auch Bauarbeiten am Vereinsheim "Zur Birke" an, sagte die Vorsitzende in ihrem Ausblick. Nachdem 2010 die Wasserleitung und die Belüftung für die Küche der Gaststätte erneuert wurden, stehen im Frühjahr weitere Arbeiten ins Haus.

"Die Fenster in der Gaststätte werden im Frühjahr erneuert. Das Haus soll renoviert werden. Die Pergola an der Terrasse wird erneuert. Die Kosten übernimmt der Gastwirt. Die Außenfassade wird hingegen auf Kosten der Siedlergemeinschaft neu verkleidet", sagte Christina Grunert.