Magdeburg. Die Devise bei Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg vor dem Ostduell mit dem VFC Plauen (morgen 13.30 Uhr, MDCC-Arena) lautet: Heimniederlage gegen Lübeck abhaken, nach vorne schauen und zum Abschluss der "englischen Woche" mit einem Dreier wertvollen Boden im Abstiegskampf gutmachen.

Trainer Ruud Kaiser hat nach eigener Aussage die Lehrstunde vom vergangenen Mittwoch mit der Mannschaft ausgewertet, gestern noch einmal per Videoanalyse die individuellen Fehler aufgezeigt, danach aber die Partie ad acta gelegt. Der Holländer glaubt nicht, dass das Selbstvertrauen seiner Schützlinge gelitten hat, wenngleich er genau diese Tugend gegen Lübeck vermisst hat, führte das aber nicht zuletzt auf den enorm starken Auftritt der Hansestädter zurück.

Plauen verfügt ganz sicher nicht über die Klasse des seit 16 Spielen ungeschlagenen Tabellenzweiten, doch, so der Coach, "ist es allemal ein unbequemer Gegner, der uns schon im Hinspiel jede Menge Probleme bereitet und am Ende 3:1 geschlagen hat".

Einen weiteren Misserfolg, das weiß auch Kaiser, kann sich der FCM nicht erlauben, ohne in noch akutere Gefahr zu geraten. "Die Situation ist ernst, aber noch nicht dramatisch", beschrieb der 50-Jährige angesichts eines dünnen Drei-Punkte-Polsters gegenüber dem ersten Abstiegsrang die Lage und zeigte Verständnis dafür, dass alle Beteiligten derzeit ein wenig angespannt reagieren.

Personell kündigte er Änderungen an, ohne konkret zu werden: "Das mache ich im Vorfeld nie." Es ist allerdings kein Geheimnis, dass sich Kaiser zuletzt speziell über Manuel Stiefel geärgert hat und ihm jetzt wohl eine Denkpause verordnet.

Gesetzt ist dagegen Shergo Biran, der laut Trainer noch zwei, drei Spiele braucht, um bei 100 Prozent zu sein. Vor allem, so Kaiser, braucht der Stürmer mehr Unterstützung. Immerhin hielt der 32-Jährige gegen Lübeck 90 Minuten durch, obwohl das eigentlich nicht geplant war. "Aber", so Kaiser, "ich kann ja bei einem 0:2 nach 70 Minuten keinen Stürmer rausnehmen."