Braunlage (rko/fbo). Mit einem sicheren 4:1 (2:1, 1:0, 1:0)-Heimsieg über die Weser Stars haben die Harzer Wölfe den Start in die Relegationsrunde der Eishockey-Oberliga vollzogen. Vor rund 300 Zuschauern wehrten sich die mit einem Minikader angetretenen Bremer zwar tapfer, wurden den Braunlagern letztlich nie gefährlich. Doppeltorschütze für den ESC war Alexander Deibert, die weiteren Treffer erzielten Christian Schock und Erik Pipp.

Bei den Harzern fehlte nur Igor Proskuriakov (Knieverletzung). Von Beginn an übernahmen die Gastgeber in einem flüssigen Spiel das Kommando, ohne jedoch den letzten Zug zum Tor zu entwickeln. "Wir haben schon bessere Spiele geliefert. Die Umstände in den letzten Tagen haben im Kopf schon eine gewisse Rolle gespielt", meinte ESC-Coach John Noob nach der Partie. Früh hatte Schock für die Führung gesorgt (5.), die Deibert weiter ausbaute (15.). Schön brachte die Weser Stars aber schnell wieder heran (16.), davor und danach musste Wölfe-Goalie Tobias Bannach mehrfach beherzt zugreifen. Das Chancenplus lag trotzdem klar auf Seiten der Harzer, doch auch Bremens Torwart Moron zeigte eine tadellose Leistung, zudem verteidigten die Bremer geschickt die Zone vor dem eigenen Tor.

Im zweiten und dritten Abschnitt änderte sich das Bild auf dem Eis nicht. Pipp (26.) und Deibert (49.) brachten den Erfolg in trockene Tücher und sorgten so für die ersten drei Punkte in der Relegationsrunde auf dem Konto der Wölfe. Bemerkenswerter als die Partie war die Stimmung auf den Rängen. Denn auch wenn das Stadion nicht gut besucht war, so sorgten die Fans, die den Weg zum Spiel gefunden hatten, besonders im letzten Abschnitt mit ihrem lautstarken Dauergesang für eine tolle Atmosphäre.

"Freitags ist es bei weiten Auswärtsfahrten für uns immer schwierig, viele Spieler fehlen auf Grund ihrer Arbeit. Wir haben trotzdem ein gutes Spiel gezeigt. Über 60 Minuten war der Sieg der Braunlager natürlich verdient", bilanzierte Bremens Trainer Sergej Yaschin.

Tore: 1:0 Schock (4:17), 2:0 Deibert (14:27), 2:1 P. Schön (15:04), 3:1 Pipp (25:04), 4:1 Deibert (48:57); Strafen: Wölfe 10 – Bremen 8; Zuschauer: 165.