Wernigerode (ige). Der WSV-Ringer Daniel Geist hat bei den Deutschen Meisterschaften im Freistil eine Überraschung verpasst. Der Wernigeröder schrammte in zwei packenden Kämpfen nur knapp an einem Medaillengewinn vorbei, stattdessen musste er in Weinheim mit dem siebten Platz Vorlieb nehmen.

Bereits im Viertelfinale sorgte der Wernigeröder für mächtig Furore. Im Duell mit dem Hoffnungsträger des Deutschen Ringerbundes und späteren Titelträger, Nick Matuhin vom Luckenwalder SC, entschied der Harzer die erste Runde überlegen mit 8:2 zu seinen Gunsten. Obwohl er dem Titelfavoriten dabei sogar einen Finger auskugelte, kämpfte sich der Luckenwalder in Runde zwei mit einem glatten 6:0 zurück. In der dritten und entscheidenden Runde führte Matuhin mit 4:0, als Daniel Geist ein regulärer Wurf gelang. Doch statt dem Wernigeröder die Dreier-Wertung zuzusprechen, ging diese an den Luckenwalder. Somit zog der Favorit mit 2:1-Rundengewinnen ins Halbfinale ein.

Daniel Geist musste somit den Weg zur erhofften Medaille über die Hoffnungsrunde gehen. Gegen Jens Brosowski vom AV Zella-Mehlis führte der WSV-Ringer in beiden Runden Sekunden vor Schluss mit 1:0 bzw. 2:1, bevor der Kontrahent seine Gewichtsvorteile nutzte und den Wernigeröder über den Mattenrand drängte. Aufgrund der letzteb Wertung entschied Brosowski beide Runden und damit auch den Kampf mit 2:0 für sich.

"Schade, bei einem Sieg gegen Brosowski hätte Daniel eine Medaille sicher gehabt. Dennoch hat er gegen die starke Konkurrenz aus den Bundesliga-Clubs eine herausragende Leistung gezeigt", lobte Trainer Rolf Leutelt.