Sudenburg (jja). Ein monatelanges Halteverbot in der Kroatenwuhne nervt die Anwohner. Im Namen seiner Nachbarn wandte sich Volksstimme-Leser Marcel Müller hilfesuchend an die Redaktion: "Seit am 19. Oktober 2010 vor unserer Haustür das Halteverbots-Schild aufgestellt wurde, gibt es keinen einzigen Parkplatz mehr in meiner Straße bzw. vor meiner Haustür."

Zunächst hätten die Anwohner das Halteverbot in Erwartung einer Baustelle noch klaglos ertragen. Marcel Müller: "Aber nach fünf Monaten ist unsere Geduld am Ende. Es gibt keinerlei Bauarbeiten oder sonstige Aktivitäten, es tut sich nichts, das Schild steht aber immer noch da."

Zum Ärger der Anwohner wurde auch noch vor der Eingangstür in der Braunschweiger Straße eine Bushaltestelle eingerichtet und somit weitere drei Parkplätze blockiert. Zu allem Übel ist seit 2. März 2011 nun auch die gegenüberliegende Straßenseite in der Kroatenwuhne (die an der Mauer des Neuen Sudenburger Friedhofs) mit einem Parkverbot belegt worden.

Aus Sicht von Marcel Müller ist nicht nur das "unsinnige" Schild ein Ärgernis, sondern auch die Tatsache, dass Politessen regelmäßig Knöllchen verteilen: "Das ist für mich die reinste Abzocke der Stadt."

Nachdem sich Marcel Müller bei Oberbürgermeister Lutz Trümper beschwert und nachgefragt hatte, wofür das mobile Halteverbotsschild überhaupt aufgestellt wurde, bekam er eigenen Angaben zufolge eine Antwort, "in der alles nur schön geredet und unser Problem negiert wurde".

Für ihn und seine Nachbarn ist nicht länger hinnehmenbar, dass in der Kroatenwuhne grundlos ein Halteverbot angeordnet wurde, dann Strafzettel verteilt werden und die Parkplatzprobleme ignoriert werden. Vielleicht ist das Schild am Ende ja doch nur von einem Spaßvogel aufgestellt worden.