An der Magdeburger-Ring-Brücke Albert-Vater-Straße sind schwere Schäden entdeckt worden. Bis zur Reparatur musste gestern eine der beiden Fahrspuren in Richtung Norden gesperrt werden. Die Reparatur soll sich über Monate hinziehen, sagte gestern ein Stadtsprecher.

Altstadt. Abbröckelnder Beton und blank liegende Stahlbewehrung – die Standsicherheit des Anprallschutzes ist nicht mehr gewährleistet. Die Kappen, also die Fahrbahnübergänge, sind außerdem beschädigt. Die aktuellen Winterschäden an der Ring-Brücke Albert-Vater-Straße lassen nur noch einspurigen Verkehr in Richtung Norden zu. Das Tiefbauamt sperrte die rechte Fahrspur. Sämtlicher Verkehr nach Norden rollt über die Überholspur.

Das geschehe aus Sicherheitsgründen, eine Alternative gebe es nicht, sagte Pressesprecher Michael Reif gestern auf Volksstimme-Nachfrage.

Bei trübem Wetter und Dauerregen schlug das neue Nadelöhr gestern Nachmittag doppelt schwer aufs Gemüt wartender Kraftfahrer. Es kommt noch schlimmer: Die Sperrung wird sich über mehrere Monate hinziehen. Ein genauer Termin der Reparatur sei derzeit nicht abschätzbar, erklärte Reif nach Rücksprache mit dem Amt.

Grund: Derzeit werde die Sanierungsplanung vorgenommen. Danach wird das Projekt ausgeschrieben, später der Auftrag vergeben. Das gesetzlich vorgeschriebene Vergabeverfahren nehme viel Zeit in Anspruch, rechtfertigte Reif die lange Frist.

Zumal bis Ende Juni weiter nördlich auf der Europastraße weitere Engstellen für Rückstaus sorgen. Dort wird die große Lärmschutzwand gebaut.

Auf der Brücke Albert-Vater-Straße musste seit Jahren bereits Tempo 60 gefahren werden, weil die Randbereiche instabil waren. Mit gelben Linien waren die Fahrspuren verengt worden. Gute Nachricht: Nach der jetzt anstehenden

Sanierung der Winterschäden wird es das nicht mehr geben. Dann stünden zwei volle Fahrspuren zur Verfügung, es darf Tempo 80 gefahren werden, kündigte der Pressesprecher gestern an.

Bilder