Empörung in Diesdorf: Während noch die letzten Außenarbeiten an der gerade sanierten Sporthalle Am Neuber laufen, verunstalten immer neue Schmierereien die frisch getünchte Fassade. Auch auf der angrenzenden Freizeitanlage liegt nach Auffassung des Spielplatzpaten Bernd Reppin einiges im Argen. Deshalb stellte er gestern bei einem Ortstermin einen Aktionsplan vor.

Diesdorf. "Es muss sich was tun Am Neuber", sagt Bernd Reppin. Der CDU-Stadtrat engagiert sich in seinem Stadtteil als Pate für die öffentliche Freizeitanlage hinter der Diesdorfer Straßenbahnendstelle. "Das Gelände befindet sich in einem schlechten Zustand", so Reppin.

Größtes Ärgernis der Diesdorfer sind Graffiti-Schmierereien an der Fassade der angrenzenden Sporthalle. Die wurde gerade saniert. Doch schon zur offiziellen Einweihungsfeier am 19. Januar hatten erste Sprühereien die Besucher, allen voran Oberbürgermeister Lutz Trümper, verärgert.

"Es ist erschreckend, dass es Menschen gibt, die das für viel Geld frisch sanierte Gebäude sofort wieder beschädigen", schimpfte Trümper zur Eröffnung. "Das kostet wieder Geld, Steuergeld. Und das sind Straftaten. Wer etwas sieht oder zu den Tätern weiß, sollte sie unbedingt anzeigen, damit sie gefasst werden können." Inzwischen sind weitere Kritzeleien hinzugekommen. "Doch auch die Außenanlagen der Halle, die zum Spiel- und Freizeitplatz gehören, müssen neu gestaltet werden", sagt Reppin. Er habe darüber bereits in seinem CDU-Ortsverband mit Diesdorfern diskutiert. Auch mit dem Stadtgartenbetrieb gab es bereits einen Ortstermin, berichtet der Spielplatzpate. "Mit Spendengeld, das wir noch von Kuchenbasaren des Ortsvereins auf Veranstaltungen in Diesdorf im vergangenen Jahr zur Verfügung haben, planen wir bereits eine Pflanzaktion. Zuvor muss an der Halle noch neue Erde aufgefahren werden", so Reppin. "Der Stadtgartenbetrieb hat außerdem zugesagt, demnächst den Sand des Volleyballplatzes und des Spielplatzes zu erneuern."

Auch einen marodern Unterstand, der mit Hakenkreuzen und anderen Zeichen besprüht ist, hat der Spielplatzpate im Blick: "Da sind wir übereingekommen, dass wir den wohl abreißen lassen, da er ohnehin nicht mehr genutzt wird und nicht erneuert werden kann. Damit wäre der Schandfleck dann auch weg", erklärt Reppin.

Für die Sporthallenfassade hält der Diesdorfer eine Gestaltung durch professionelle Graffiti-Künstler für die beste Möglichkeit, dauerhaft Schmierereien zu verhindern. Bernd Reppin: "Die sanierte Halle ist eigentlich ein tolles Aushängeschild für die Schule, die Vereine und den ganzen Ortsteil. Aber die Schmierereien gehen gar nicht."

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