Kannenstieg/Neustädter See (rri). Nach den ersten zwölf Monaten seines Bestehens hat der Bürgerverein Magdeburg-Nord eine positive Bilanz gezogen. Der Verein habe sich als gemeinsames Sprachrohr des Nordens positioniert und bereits einige Erfolge vorzuweisen, so die Vorsitzende Karina Ferchland. Und so liest sich der Rückblick auf die ersten zwölf Monate:

März 2010: Der Bürgerverein setzt sich dafür ein, dass die Straße "Am Vogelgesang" offen bleibt, die für den Zooausbau geschlossen werden soll. Die Vereinsmitglieder starten eine Unterschriftenaktion.

Juli 2010: Aktionstag für die Rettung der Gemeinwesenarbeitsgruppe im Kannenstieg. Der Bürgerverein, die AG Gemeinwesen (GWA) Neustädter See und die Stadtteilmanagerin verteilen Handzettel und Plakate im Kannenstieg und werben für das Stadtteilgremium.

Juli 2010: Auf der ehemaligen Skaterbahn im Kannenstieg wird eine Kleinfeldfußballanlage aufgebaut. Dieses Projekt ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen dem ALSO-Projekt der Polizei und dem Bürgerverein Nord. Die Skaterbahn war zuvor unter Protest abgerissen worden, weil die Stadt kein Geld für eine notwendige Sanierung hatte. Das Fußballprojekt soll auch in diesem Jahr weitergeführt werden.

August 2010: Nach monatelangen Vorbereitungen wird auf dem Platz der Begegnung an der Salvador-Allende-Straße ein Stadtteilfest gefeiert. Bürgerverein, AG Gemeinwesen Neustädter See und Stadtteilmanagement machten diese Aktion zu einem Erfolg.

Oktober 2010: Der Kampf um den Nordeingang für den Zoo beginnt. Auch hier ist der Bürgerverein mit einer Unterschriftensammlung dabei. In Zusammenarbeit mit den Gemeinwesenarbeitsgruppen Kannenstieg und Neustädter See sowie vielen öffentlichen Einrichtungen kamen 2600 Unterschriften zusammen.

November 2011: Es ist geschafft: Die AG Gemeinwesen Kannenstieg wählt einen neuen Sprecherrat und ist damit nach Monaten wieder handlungsfähig. Der Einsatz des Bürgervereins hat sich ausgezahlt.

Dezember 2012: Im Kinder- und Jugendhaus "Oase" veranstaltet der Bürgerverein seine erste Babyartikelbörse für Eltern aus Nord.

"Neben der Öffentlichkeitsarbeit und dem Schriftverkehr mit Ämtern und Behörden zeigten wir Präsenz im Stadtrat und machten so deutlich, dass der Norden ein gemeinsames Sprachrohr hat", so die Vorsitzende Karina Ferchland. "Nebenher besuchten wir Lehrgänge und Weiterbildungen zum Thema ,Vereinsarbeit‘."

Inzwischen hat der Verein nach eigenen Angaben 17 Mitglieder. "Jeder, der uns unterstützen, Mitglied im Verein (ab 16 Jahre) werden oder weitere Informationen haben möchte, kann sich gern an uns wenden", so Karina Ferchland. Der Verein ist erreichbar unter 0160/1 41 98 21 oder per E-Mail unter buergerverein@neustaedtersee.de.