An der Grünfläche am Europaring wird unübersehbar gebuddelt. Die Spielfläche wird u. a. um ein Basketballfeld erweitert. Bundestagsabgeordneter Burkhard Lischka sah sich gestern auf der Baustelle um und informierte sich über den Fortschritt der Arbeiten.

Stadtfeld-West. Die Stadtfelder Spielplatznot erfährt eine weitere Linderung. Seit vierzehn Tagen wird an der Buckelpiste am Europaring gebuddelt. Der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe (SFM) erweitert die bestehende Spielfläche beträchtlich. Der Bundestagsabgeordnete Burkhard Lischka (MdB), der das Projekt seit über zwei Jahren mitverfolgt, überzeugte sich gestern gemeinsam mit der Leiterin des SFM, Simone Andruscheck, vom Fortschritt der Arbeiten.

"Wir liegen voll im Zeitplan und alles verläuft wunderbar", bestätigte Simone Andruscheck und lobt die ausführende Baufirma, Liebscher, deren Geschäftsführer, Hans-Jörg Koennecke, die Besucher über die noch anstehenden Arbeiten informierte.

Eine große Rutsche mit kleinem Sandkasten und die besagte Piste für BMX-Räder und Mountainbikes – so stellte sich die Situation vor Ort seit über zehn Jahren dar. Eine Verschwendung der großen Fläche, fanden alle Beteiligten. Die Erweiterung dauerte aber, da unter dem Gelände (Ab-)Wasserleitungen entlangführen. "Wir mussten um die Rohre herumplanen", erklärte die SFM-Chefin.

Der Spielplatz wird zweigeteilt sein: In der Nähe der bestehenden Rutsche wird eine große Sandfläche entstehen, in der eine Kletterkonstruktion aus Holz mit einer separaten Hängebrücke aufgebaut wird. Dieser Bereich ist für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren gedacht. Weiter zur Straße hin wird eine Jugendecke angelegt, die für Jugendliche ab 12 Jahren konzipiert ist. Herzstück dieses Areals wird ein kleines Basketballfeld mit einem Korb sein.

"Dies ist auch der Grund, weshalb wir erst jetzt anfangen konnten und es noch einige Wochen dauert. Der spezielle Kunststoffbelag für das Spielfeld braucht eine konstante Temperatur von 15 Grad Celsius", erklärte Simone Andruscheck dem MdB.

Dieser zeigte sich erfreut, dass der Mangel an Spielflächen in beiden Teilen Stadtfelds wieder ein kleines Stück abgebaut wird. "Hier wohnen so viele Familien mit Kindern, da sind kurze Wege gefragt. Bis zum Schellheimerplatz ist der Weg doch recht weit", beschrieb er seine Motivation für das Projekt. "Durch die zentrale Lage ist der Standort optimal, außerdem gibt es keine Anwohner, die sich gestört fühlen könnten", ergänzte er. Ab Anfang Mai kann voraussichtlich dann an der Schrote Basketball gespielt werden.

Zusammen mit dem von der AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Stadtfeld-Ost angestrebten Kleinkindspielplatz auf der gegenüberliegenden Seite des Europarings könnte somit ein Spielplatzareal entstehen, dass alle Kinderaltersgruppen abdeckt. Zu diesem, von den unmittelbaren Anwohnern abgelehnten Spielplatz, wird heute im Betriebsausschuss des SFM eine Entscheidung fallen.

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