Wernigerode (ige). In einem spannenden Spiel mit kuriosem Verlauf haben die Handballfrauen des HV Ilsenburg den Einzug in die Endrunde des Harz-Börde-Pokals perfekt gemacht. Beim SV Lok Oschersleben, Tabellendritter der Bezirksliga, siegte das Team von Trainergespann Stötzner/Schmegner nach toller Aufholjagd mit 15:13 (4:11).

Die Gastgeberinnen starteten mit variablem Angriffspiel und warfen in der Anfangsphase eine schnelle Führung heraus. Der HV Ilsenburg hatte diesmal große Probleme bei der Chancenverwertung. Immer wieder scheiterten die Harzerinnen entweder an der gegnerischen Torfrau, überwiegend aber am eigenen Unvermögen. So ging der SV Lok mit einer völlig verdienten 9:4-Führung in die Pause.

Trotz deutlicher Worte in der Halbzeit erwischte Oschersleben auch im zweiten Durchgang den besseren Start, baute die Führung auf 11:4 aus. Ab der 40. Minute nahm die Partie jedoch eine deutliche Wendung. Mit Unterstützung der kleinen, aber lautstarken Fangruppe kämpften sich die Harzerinnen ins Spiel zurück. Sie holten Tor um Tor auf und glichen sieben Minuten vor Schluss zum 12:12 aus. Als die Ilsenburgerinnen kurz darauf erstmals in Führung gingen, war der Widerstand der Gastgeberinnen endgültig gebrochen. Mit einem 15:13-Erfolg zogen die Ilsenburger Damen unter großem Jubel in die Endrunde ein.

"Die Mannschaft hat eine tolle Moral bewiesen. Hervorzuheben sind Carolin Gille, die in der zweiten Halbzeit in der Deckung stark spielte, und Torhüterin Maria Meyer, die vor allem in den letzen 20 Minuten entscheidend zum Sieg beitrug", lobte Ilsenburgs Trainer Uwe Schmegner.

HV Ilsenburg: Meyer - Greife (3), Gebbert (1), Herrmann (1), Bauer (2), Gille, Ehmig (3), Liebecke (1), Sawall (3), Großmann (1);

Zeitstrafen: Lok Oschersl. 0 - HVI 0; Siebenmeter: Lok Oschersl. 3/1 - HVI 4/1.