Am ersten Augustwochenende soll auf dem Werder das bislang größte Rockspektakel "Rock im Stadtpark" über die Bühne gehen, organisiert von Janin Niele und einer Gruppe enthusiastischer Jugendlicher. Sogar die Rockstars "Wir sind Helden" werden dazu erwartet. Aber: Jetzt gibt es Parkplatz-Probleme.

Werder. Die Parkplatzsituation auf dem Werder rund um die Stadthalle ist eng. Das ist nicht neu. Zwischen Hyparschale und Stadthalle gibt es nur rund 200 Parkplätze, zwischen Mittagsee und Stadthalle noch einmal rund 100, auf dem Heinrich-Heine-Platz rund 200, ein paar am Kleinen Stadtmarsch und auf dem Achterbahnplatz. Für große Veranstaltungen in der Stadthalle ist das schon sehr knapp, kommen gleich mehrere Großveranstaltungen zusammen, wird es richtig eng.

Das müssen jetzt die Organisatoren des großen Sommerfestivals "Rock im Stadtpark" (RiS), das am 1. Augustwochenende dort stattfinden soll, erfahren.

An diesem Wochenende findet dort neben dem Festival, zu dem rund 10 000 Besucher erwartet werden, noch der traditionelle Töpfermarkt statt und die Kneipennacht "Riverside at Night". Damit dürften die Parkplatzkapazitäten überlastet sein.

"Wir konnten bis jetzt für das Festival immer die Parkplätze rund um die Stadthalle nutzen", sagt Janin Niele, die Hauptorganisatorin von "Rock im Stadtpark".

Die Messe- und Veranstaltungsgesellschaft Magdeburg (MVGM) habe ihr mitgeteilt, dass in diesem Jahr die Parkplätze für das RiS nicht zur Verfügung stünden, da man die Kapazitäten selbst für den Töpfermarkt benötige. Die MVGM kann das tun, da ihr die Parkplätze rund um die Stadthalle gehören. "Wir bekommen dadurch sehr große Probleme", sagt Janin Niele.

Dass die drei großen Veranstaltungen gleichzeitig laufen, liegt an Terminüberschneidungen. Der Töpfermarkt findet traditionell immer am 1. Augustwochenende statt. Das RiS eigentlich im Juli, in diesem Jahr konnten die Veranstalter aber die Band "Wir sind Helden" nach Magdeburg holen. Die Band hatte aber nur einen Termin am 1. Augustwochenende frei. Und die Kneipennacht entlang der Elbe ist zwar erst einmal keine Konkurrenz für das Festival, verschärft aber das Parkplatz-Problem.

Aus diesem Grunde wurde dann das städtische Ordnungsamt eingeschaltet. "Wir sind in solchen Situationen immer die Vermittler", sagt Amtschef Volkmar Emcke. In diesem Fall hätten alle drei Veranstaltungen ihre Berechtigung, auch auf den Termin, darum müsse eine Lösung gefunden werden.

Während eines Treffens im Ordnungsamt am vergangenen Donnerstag mochten die MVGM nicht auf ihr Parkplatz-Recht ganz oder teilweise verzichten. Darum schlug Birgit Rex, zuständige Teamleiterin im Ordnungsamt, vor, dass für das Festival eine Parkfläche auf den Elbwiesen eingerichtet werden sollte. Gleichzeitig wolle man beim Verein "Selbstständiger Gewerbetreibender, Markt- und Messereisender" nachfragen, ob für das Festival der "Max-Wille-Platz" nördlich des Funkhauses als Parkfläche genutzt werden könnte. Und dann gebe es noch den großen Parkplatz am ehemaligen Elbbahnhof auf der Westseite der Elbe.

Für Janin Niele und das RiS-Team ist das eine schwierige Situation. "Im Grunde veranstalten wir das Festival ohne Gewinnaussicht. Wenn am Ende alles plus-minus-null aufgeht, sind wir froh", sagt sie. Allein die Parkmöglichkeit auf den Elbwiesen würde pro Tag und Parkplatz rund 40 Eurocent kosten. "Damit hätten wir unsere finanziellen Grenzen schon überschritten."