Halberstadt bleibt weiterhin an der Spitze der Fußball-Oberliga. Am 24. Spieltag hat sich der Spitzenreiter gegen die Gäste vom FSV 63 Luckenwalde durchgesetzt. Die Tore für die Domstädter erzielten Alexander Kopp und Michael Preuß.

Halberstadt. Nach zuletzt drei hammerschweren Auswärtspartien, die die Vorharzer in Leipzig und Auerbach überraschend souverän mit neun Punkten auf der Habenseite meisterten, wartete jetzt das eigene Publikum auf Fußball-Feinkost im Friedensstadion. Trainer Andreas Petersen vertraute der gleichen Startelf wie beim Triumph in Auerbach.

Bei besten äußeren Bedingungen brachte Alexander Kopp seine Mannschaft früh in Führung. Nach einer Ecke, geschlagen von Florian Eggert, war der wuchtige "Mittelfeldmotor" zur Stelle und stieg am höchsten. Per Kopf sorgte er für das erste Tor des Tages (17.).

Die Luckenwalder, bei denen Trainer Ingo Nachtigall auf einige Akteure verletzungsbedingt verzichten musste, kamen nach 20 Minuten erstmals gefährlich vor das gegnerische Tor. Den langen Ball auf Tilo Lindner hatte Torwart Sebastian Kischel jedoch antizipiert. Eine wahrlich sehenswerte Kombination über Fait-Florian Banser, Michael Preuß und Christian Siemund sorgte für Raunen im Rund. Aus zentraler Position kam der immer anspielbereite und lauffreudige Siemund zum Abschluss, sein Ball wurde jedoch zur Ecke geklärt (29.). Hier war durchaus mehr drin für den VfB. Bansers Treffer drei Minuten vor dem Pausenpfiff erkannte Schiedsrichter Michael Jäntsch wegen Abseits nicht an.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit investierten die Luckenwalder mehr, ohne dabei allerdings wirklich gefährlich zu werden. Weil die Germania im Mittelfeld einige Bälle springen ließ und so verloren gab, stand das knappe anfangs der zweiten 45 Minuten auf leicht wackeligen Füßen. Siemund behielt auf Seiten des VfB jedoch den Überblick und sorgte mit seinen intelligenten Aktionen für Entlastung.

Die beste Möglichkeit der Brandenburger vergab Henry Haufe (60.). Einen lang geschlagenen Ball brachte er im Strafraum der Halberstädter technisch gut unter Kontrolle, um danach ebenfalls sehenswert zu schießen. Den Ball auf das kurze Eck klärte Torwart Kischel seinerseits sicher zur Ecke. Kurios war die Entstehung des zweiten Treffers. Preuß, der nach einem Foul im Strafraum einen Elfmeter haben wollte, war noch in der Rückwärtsbewegung, als ihn ein unkontrollierter Pass vom Gegner erreichte. Er setzte sich im Strafraum gegen Torwart Carsten Busch durch und sorgte so für die Entscheidung und für weitere drei Punkte auf dem Weg zur Meisterschaft.