Viel Wildnis und wenig Leben: Noch fristet das 2600 Quadratmeter große Grundstück an der Haldensleber, Ecke Hugenottenstraße in Neue Neustadt ein tristes Dasein. Das soll sich schnell ändern. Der KanTe e.V. will hier einen interkulturellen Garten erblühen lassen und sucht dafür interessierte Magdeburger, die Lust haben, mit anzupacken.

Neue Neustadt. Abriss, Leerstand, brachliegende Flächen. Das gibt es reichlich. Und daher kann Neue Neustadt Belebendes gut gebrauchen, findet die Magdeburger Studentin Caterina Becker, die selbst in dem Stadtteil lebt. Jetzt hat sie gemeinsam mit anderen Mitgliedern des KanTe e. V. ein neues Projekt in Angriff genommen, das von der aktiven Mithilfe der Magdeburger leben soll. "Wir wollen die Brachfläche an der Haldensleber Straße in einen interkulturellen Garten verwandeln", erzählt Caterina Becker. Die Wobau hat die Fläche zur Verfügung gestellt. Auch die Stadtverwaltung, der Internationale Bund, die Aktion Mensch und das Landesverwaltungsamt helfen, so dass u.a. die Finanzierung abgesichert ist. "Nun brauchen wir nur noch fleißige Magdeburger, die mitmachen wollen", sagt sie. Ein interkultureller Garten – was steckt dahinter? Die Idee ist nicht ganz neu, in Berlin gibt es schon einige, auch in Halle, Stendal und Dessau. Sie laufen so gut, dass nun auch Magdeburg seinen ersten interkulturellen Garten bekommen soll. Schon im Mai geht es in Neue Neustadt los. Auf kleineren Parzellen und auch auf Gemeinschaftsflächen können sich die Hobbygärtner frei ausprobieren und entfalten. "Unser Projektteam kümmert sich nur um alles Drumherum. Um die Gerätschaften, die Pflanzen, die Finanzen – gestalten aber sollen die Magdeburger selbst", so Caterina Becker. Die Teilnahme ist kostenlos. Das Ziel: Menschen, die Lust am Gärtnern und an Gemeinschaft haben, zusammenzubringen. Auch Menschen mit Migrationshintergrund sind eingeladen mitzumachen. Obst, Gemüse, Kräuter aus aller Welt sollen so ihren Platz im neuen Garten bekommen. "Wir wünschen uns den Austausch zwischen den Aktiven, planen auch Veranstaltungen – vom Picknick, über Workshops, kleine Sprach- oder Kochkurse bis zu Festen, vieles ist möglich", sagen Caterina Becker und ihre Mitstreiter vom KanTe e.V. Ein ganz besonderer Garten soll es also werden. "Kein hippes Ökostadtprojekt, sondern eine schöne Gemeinschaft und eine Bereicherung für alle", betont Caterina. Kinder, Schüler, Jugendliche, Erwachsene, alle sind eingeladen, mitzuwirken. Ein erstes Treffen für Interessierte gibt es schon am Mittwoch, 13. April, um 16.30 Uhr in der Lübecker Straße 32 (Eingang Gesundheitsamt). Wer am Mittwoch keine Zeit zum Vorscheischauen, aber trotzdem Lust zum Mitmachen hat, kann Kontakt aufnehmen per E-Mail: interkultureller_garten@yahoo.de oder telefonisch Caterina Becker: 0173/7196682.

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