Die Red Devils stehen zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte im Finale der Deutschen Unihockey-Meisterschaft. Vor 683 Zuschauern machte das Harzer Bundesligateam am Sonnabend in der Harzlandhalle mit einem knappen 7:6 Sieg gegen Berlin den Finaleinzug perfekt.

Ilsenburg (mvo/fbo). Damit ist die Zielstellung dieser Saison, die Bronzemedaille der vorherigen Spielzeit zu bestätigen, längst übertroffen. Denn das Harzer Bundesligateam ist schon mindestens Deutscher Vize-Meister. "Doch wenn man in einem Meisterschafts-Finale steht, dann hat man nur noch eine Mission: Gold. Jetzt brauchen wir kein Geheimnis um unsere neue Zielstellung machen, wir wollen Deutscher Meister werden", so Devils-Coach Peter Gahlert. Neben dem grandiosen Finaleinzug erlebte die 1. Bundesliga am Wochenende eine weitere Überraschung. Der nach der regulären Saison Viertplatzierte MFBC Löwen Leipzig besiegte in einem dritten Entscheidungsspiel den Serienmeister UHC Weißenfels und trifft nun im Finale auf Wernigerode. Damit stehen die Weißenfelser erstmals nach elf Jahren nicht im Endspiel und es wird nach neun Jahren aufeinanderfolgender Meisterschaft diesmal einen neuen Deutschen Meister geben.

Die Red Devils machten ihren ersten Finaleinzug mit einer durchaus souveränen Leistung perfekt. Zunächst gingen die Berliner mit einem Blitztor nach 31 Sekunden in Führung. Den lautstark umjubelten ersten Treffer für die Gastgeber erzielte Adam Karlsson. Danach überzeugten die Devils mit schnellem Kombinationsspiel und präzisen Abschlüssen. Bis zum Ende des ersten Drittels bauten die Hausherren ihre Führung auf 4:1 aus. Nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff legte der wieder einmal stark aufspielende Juha-Pekka Kuittinen zum 5:1 nach. Zwar gelang der SG BAT Berlin der Anschluss, doch Tommi Kivilehto und erneut Juha-Pekka Kuittinen legten zum vorentscheidenden 7:2 nach. Mit Beginn des letzten Drittels starteten die Berliner eine energische Aufholjagd. In dieser druckvollen Phase der Gäste schwankten die Red Devils und mussten zwei weitere Gegentreffer zum 7:6 hinnehmen. Beide Teams boten einen spannenden Schlagabtausch, die Gastgeber retteten die Führung unter lautstarker Unterstützung über die Zeit.

Torfolge: 0:1 Viktor Sahlström, 1:1 Adam Karlsson, 2:1Jarno Savolainen, 3:1 Christoph Weidemann, 4:1 Juha-Pekka Kuittinen, 5:1 Juha-Pekka Kuittinen, 5:2 Kai Inkinen, 6:2 Tommi Kivilehto, 7:2 Juha-Pekka Kuittinen, 7:3 Niels Hauser, 7:4 Marco Erfurth, 7:5 Jan Kratochvil, 7:6 Vesa Mussalo;

Strafen: SG BAT Berlin 6, Red Devils Wernigerode 1.