Altstadt. Die bundesweite Behördenrufnummer 115 ist seit dem 14. April in den Regelbetrieb übergegangen. In Magdeburg läuft dies als Gemeinschaftsprojekt zwischen Innenministerium Sachsen-Anhalt und der Landeshauptstadt. Beide haben nun ihre Mitarbeiter in ein Service-Center zusammengelegt.

Neben der bundeseinheitlichen Behördenrufnummer 115, die seit dem 1. Dezember 2010 in Magdeburg geschaltet ist, laufen dort die zentralen Einwahlnummern der Landeshauptstadt 0391/5400 und des Landes Sachsen-Anhalt 0391/65701/02 auf.

Seit wenigen Tagen sind die Mitarbeiter der beiden früheren Telefonzentralen von Stadt und Land auch unter einem Dach vereint: im Breiten Weg 222. Insgesamt nehmen dort 19 Mitarbeiter die Anrufe entgegen. Das neue Service Center ist von montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr für die Bürgerfragen rund um die Verwaltung erreichbar. So versprechen die Initiatoren, dass 75 Prozent der Anrufe innerhalb von 30 Sekunden entgegengenommen werden und man 65 Prozent der Anliegen sofort klären könne.

Eines ist offensichtlich, man wolle kein klassisches Callcenter sein und den Ruf der "Service-Wüste Deutschland" verfolgen. "Unser Anspruch ist sehr hoch. Bei der 115 muss man kein zweites Mal anrufen, weil einem nicht ausreichend geholfen wurde", so der zuständige Referatsleiter Frank Bonse.

"Entweder erhält der Anrufer sofort eine Antwort, indem wir auch zur entsprechenden Stelle weiterleiten oder die Kontaktdaten werden aufgenommen und der Anrufer wird – nach Wunsch – kontaktiert", fügt er hinzu.

Derzeit kostet ein Anruf bei der 115 aus dem Festnetz 7 Cent pro Minute, aus dem Mobilfunknetz variiert er zwischen 17 und 29 Cent, je nach Anbieter. Doch bis Ende 2011 sollen die Preise noch sinken. Frank Ehlenberger, Fachdienstleiter des Bürgerservice, sieht die Zukunft der 115 optimistisch: "Die Notrufnummer 112 gibt es auch erst seit den 70er Jahren, und die Nummer ist heute allgegenwärtig."