In den kommenden Monaten wird das Tiefbauamt die Fahrbahnsanierung der Albert-Vater-Straße fortsetzen. In diesem Zuge wird die Ampel am Schulkomplex weiter westwärts versetzt. Die AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Stadtfeld-Ost möchte mit den Bauarbeiten zugleich einen zweiten Überweg an der vielbefahrenen Straße errichten.

Stadtfeld-Ost. Die Albert-Vater-Straße ist Teil der Bundesstraße 1 und damit eine der dicht befahrensten Verkehrsadern in der Landeshauptstadt. Im Sekundentakt donnern Lkw und Pkw die Straße entlang. Zwischen der Gagernstraße und der Grundschule "Am Westernplan" besteht bislang aber nur eine Gelegenheit, die Straße gefahrloser zu überqueren: In Höhe der Röntgenstraße bieten seit 2009 zwei einfache Inseln Sicherheit im ungehindert dahinströmenden Verkehrsfluss.

Die GWA Stadtfeld-Ost möchte nun erreichen, dass ein zweiter Übergang in Höhe der Martin-Andersen-Nexö-Straße gebaut wird. Aufhänger für die Forderung sind Pläne des Tiefbauamts. Noch in diesem Jahr will das Amt die Asphaltdecke der Albert-Vater-Straße erneuern.

Im Zuge dieser Arbeiten soll für die geplante Erweiterung des Schulkomplexes die dortige Fußgängerampel um 40 Meter in Richtung Westen und damit vor den künftigen Schul-Haupteingang versetzt werden. "Damit wird die Lücke zum bestehenden Übergang aber noch größer", meint GWA-Sprecher Jürgen Canehl. Der Grünen-Stadtrat möchte deshalb durchsetzen, dass eine zweite Insel für Fußgänger und Radfahrer geschaffen wird.

Auch Kerstin Reuer, ebenfalls Mitglied im GWA-Sprecherkreis und Hortnerin an der Grundschule, befürwortet dieses Anliegen: "Insbesondere in Hinblick auf die nahe gelegene Bushaltestelle wäre eine solche Verkehrsinsel sehr hilfreich." Denn wie sie und Irene Neumeister, die direkt in der Nexö-Straße wohnt, häufig beobachten, missachten viele Autofahrer, dass der Bus beim Halt nicht überholt werden darf. "Die Verkehrsinsel würde solch gefährliche Überholmanöver von vornherein unterbinden", sagt die besorgte Anwohnerin.

Die Bushaltestelle "Westernplan" war auch der bevorzugte Standort in den ersten Planungen vor vier Jahren. Denn bereits 2007 hatte das Stadtplanungsamt auf einer GWA-Versammlung den Bau von zwei Übergängen vorgeschlagen. "Die Chance, diese vergleichsweise kleine Investition zeitgleich mit dem ohnehin geplanten Ausbau der Albert-Vater-Straße vorzunehmen, sollte nicht vertan werden", so die Meinung des GWA-Sprecherkreises.

Eine weitere spannende Frage ist die nach der Umleitungsführung während der Bauzeit. Welche der einmündenden Nebenstraßen den Durchgangsverkehr auffangen wird, stehe aber noch nicht fest. Das teilte man zumindest GWA-Sprecher Canehl aus dem Tiefbauamt mit.