Die Open-Air-Termine für die Landeshauptstadt stehen fest. Bis zum 14. März konnten Veranstalter ihre Vorhaben melden, nun gibt es eine Übersicht über alle Termine in dieser Saison.

Magdeburg. Es ist das bereits fünfte Mal, dass die Stadt die Open-Air-Termine der Saison zusammenträgt. Das hat sich bewährt, zieht Holger Harnisch vom Fachdienst Ordnungs- und Gewerbeangelegenheiten ein Fazit: "Definitiv!" Die Beschwerdezahl ist seitdem deutlich zurückgegangen. "Die Bürger können sich darauf einstellen, wann und wo etwas los ist", so Harnischs Erfahrung. Auch sei die Akzeptanz größer geworden, seit die Stadt durch die Terminübersicht einen gezielten Blick auf die Veranstaltungen deutlich macht. "Sie wissen, es besteht kein Wildwuchs, wo jeder machen kann, was er will und was ihm gerade einfällt", sagt Holger Harnisch.

Verfahrensweise bewährt

2006 hatte der Stadtrat beschlossen, dass Open-Air-Veranstaltungen künftig zu Jahresbeginn bei der Stadtverwaltung angezeigt werden müssen. Damit soll zum einen sichergestellt werden, dass sich Veranstaltungen nicht gegenseitig behindern. Zum anderen will die Stadt koordinierend einwirken zwischen den unterschiedlichen "Fronten". Denn bei den Open-Airs kollidieren zwei Interessenlagen – zwischen dem öffentlichen Interesse an Freizeitangeboten und dem persönlichen Interesse der Anwohner an ihrer Nachtruhe. So darf z. B. bei Aufführungen mit Musik nachts nach 23 Uhr ein bestimmter Lärmpegel nicht überschritten werden. Der Höchstwert für Freiluftveranstaltungen in Magdeburg beträgt 55 Dezibel (dB/A), in der Innenstadt 45 dB/A. Der Stadtordnungsdienst kontrolliert, ob die Grenzwerte eingehalten werden, schreitet notfalls ein. Was kaum nötig ist. Zumindest im vorigen Jahr gab es keine Probleme, so Holger Harnisch: "Es war eine ruhige Open-Air-Saison."

Damit Anwohner, Behörden und Veranstalter besser planen können, legt das städtische Ordnungsamt die sogenannten seltenen Störereignisse pro Einwirkungsgebiet vor Beginn der Saison fest. Und es gilt der Grundsatz, dass pro Einwirkungsgebiet ein Open-Air mit lauter Musik maximal aller 14 Tage am Wochenende stattfinden soll. Diese Verfahrensweise wird seit 2006 praktiziert und hat sich bewährt, so Harnisch.

Ausnahme ist die alljährliche Studentenparty (in diesem Jahr am 23. Juni) an einem Donnerstag. Sie gehört zu den Magdeburger Studententagen, viele Studenten jedoch sind am Wochenende nicht in Magdeburg.

Bei gleichen Terminen sollen sich die Ereignisse nicht gegenseitig stören, heißt es. In dieser Saison betrifft das z. B. das erste August-Wochenende. Dann gibt es am und im Stadtpark drei Veranstaltungen – vom "Rock im Stadtpark" über "Riverside at Night" bis hin zum Töpfermarkt. Allesamt Termine, die weitläufig vorbereitet werden müssen (die Planungen begannen im vorigen Jahr) und deshalb nicht verschiebbar sind.

Anders ergab es sich für Anfang Mai: Um sich mit einer Veranstaltung am Le Frog nicht zu überschneiden, findet das Impro-Fest nur an einem Abend statt und nicht wie zunächst angedacht an zwei Tagen. Die Zahl der gemeldeten Open-Air-Veranstaltungen ist seit Jahren relativ konstant. So gab es 31 Termine im Jahr 2007; für 2011 wurden 34 Veranstaltungen angemeldet. Davon sind acht bis nach 3 Uhr geplant; 2007 waren es 12.

Anzahl ist konstant

Start in die Sommersaison unter freiem Himmel ist in der nächsten Woche mit der Open-Air-Disco "Tanz um den heißen Brei" (30. April, Hammersteinweg). Im Mai gibt es u. a. "Impro im Stadtpark" (7.5.) und die "Junimond"-Party (21.5., an den Messehallen, Herrenkrug). Im Juni folgt das Familienfest im Elbauenpark (2.6., Seebühne) u.a. mit Gerhard Schöne. Bei "Ekmagadi" locken Theater, Musik und geheimnisvolle Geschöpfe am 4. Juni im Klosterbergegarten.

Zu Pfingsten gibt es traditionell das Stadtfest (10.-12.6.). Ergänzend wird am 13. Juni auf dem Alten Markt die Band "Alphaville" ein Konzert geben, von denen so unvergessene Hits wie "Forever Young" oder "Big in Japan" stammen und die im vorigen Jahr mit "I Die For You Today" und dem Album "Catching Rays on Giant" ein sensationelles Comeback starteten.

Ab 18. Juni trifft sich dann die Figurentheater-Welt in Magdeburg: Mit "La Notte" auf dem Gelände vom Wissenschaftshafen beginnt das Internationale Figurentheaterfestival. Am 5. und 6. August treffen sich die Fans von handgemachter Musik zu Rock im Stadtpark. Mit dabei u. a. Jennifer Rostock, Bosse und die Band Wir sind Helden.

Rund um den Dom findet am 2./3. September das Kaiser-Otto-Fest statt.

Zudem gibt es natürlich wieder Stadtteilfeste wie in Reform (4.6.) und Olvenstedt (18.6.) und am Hassel (Liebigstraße, 20.8.)

Es können aber auch noch Veranstaltungen nachgemeldet werden, heißt es im Fachbereich Bürgerservice und Ordnung. Alle Termine des Open-Air-Kalenders unter

www.magdeburg.de

   

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