Harzoberligist SV Olympia Schlanstedt und die Landesliga-Fußballer vom VfB Germania Halberstadt II bestreiten am kommenden Freitag, 29. April, das Endspiel um den Kreispokal des Landrats. Während die Kreisstädter ihrer Favoritenrolle gerecht wurden, überraschte Schlanstedt mit einem Sieg gegen den Pokalverteidiger SV Westerhausen

Blankenburger FV –

Germ. Halberstadt II1:5 (0:1)

Der Landesligist – mit einigen Spielern des Oberliga-Kaders versehen – tat sich gegen den eine Klasse tiefer spielenden BFV lange Zeit schwer. Nach etwa 15 Minuten waren die Gäste im Sportforum warmgelaufen und erspielten sich beinahe im Minutentakt allerbeste Möglichkeiten. Da Rocha Nunes, der allein auf BFV-Keeper Richter zusteuerte, hatte anfangs die beste (24.). Aber auch Krüger (28.) scheiterte. Nach einem Foul an Warz trat Köhler zum Elfmeter an. Schröder gab seinem Keeper einen Tipp – dieser sollte sich als wertvoll entpuppen, denn Richter parierte (31.). Es folgten weitere hochkarätige Chancen für Köhler (32.), Warz (36.), Krüger (40.), Möller (41.). Die Abschläge von Blankenburgs Torwart Richter kamen immer postwendend zurück. Kurz vor der Pause tauchten immer wieder Köhler und Reitzig frei vor dem Blankenburger Gehäuse auf. Eines dieser Zusammenspiele brachte kurz vor dem Halbzeitpfiff die längst überfällige Gästeführung.

Nach Wiederanpfiff brachte ein eher harmloser Schuss von Effler den Ausgleich. VfB-Kapitän Hlady hatte den Ball unhaltbar abgefälscht und so ins eigene Tor gelenkt. Es dauerte nur wenige Minuten, da hatten sich die Gäste wieder gefunden. Köhlers Lupfer brachte das 2:1. Jetzt hatte Germania das Spiel voll im Griff und erhöhte nur acht Minuten später auf 3:1. Schwarzenbergs Flanke verwertete Reitzig am langen Pfosten per Kopf. Beim BFV ließen die Kräfte nach, Germania lief weiterhin Konter um Konter. Einen davon nutzte Krüger zum 4:1. Den Schlusspunkt setzte Köhler, der, wiederum von Reitzig bedient, ins leere Tor einschob.

"Wir stehen im Finale, das war unser Ziel, wenngleich mein Team den Sack schon viel eher hätte zumachen sollen", resümierte VfB-Trainer Vandreike.

Blankenburger FV: Richter - Schreiber, Kühnel, Neumann, Schröder, Rudolf (46. Wanka), Leventyüz, Zobel, Effler, Lehmann (82. Hinze), Weidner;

VfB Germania Halberstadt II: Löffke - Schwarzenberg, Möller, Hlady (72. Dannhauer), Reitzig, Krüger, da Rocha Nunes, Köhler, Warz (45. Rumlich, 50. Neuhaus), G. Lorenz, Uthe;

Torfolge: 0:1, 1:2, 1:5 Florian Köhler (45., 60., 90.) 1:1 Stephan Hlady (52. ET), 1:3 Friedrich Reitzig (68.), 1:4 Martin Krüger (71.); Schiedsrichter: Robert Pankow (Wernigerode); Zuschauer: 83.

Olympia Schlanstedt –

SV Westerhausen2:1 (1:1)

Die 213 Zuschauer sahen von Beginn an einen echten Pokalfight mit zahlreichen, aber nicht immer fairen Zweikämpfen. Beide Teams versuchten aus einer sicheren Abwehr ihre Angriffe aufzubauen. Doch im Mittelfeld leisteten sie sich zu viele Abspielfehler, so dass es bis zur 30. Minute keine echten Torchancen gab. Dann aber gingen die Gäste nach einem schönen Spielzug, den Philipp Dobrowolski erfolgreich abschloss, in Führung. Die Freude der Westerhäuser währte aber nur kurz, denn schon vier Minuten später schloss Nico Köhler einen sehenswerten Spielzug der Platzherren mit einem Schrägschuss zum 1:1 ab.

Auch im zweiten Durchgang wurden nicht viele Torchancen herausgespielt, das Geschehen spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab. Die beiden Abwehrreihen standen relativ sicher und ließen nichts anbrennen. Olympia gelang dann zehn Minuten vor dem Schlusspfiff durch den kurz zuvor eingewechselten Kai Wiesel der vielumjubelte Siegtreffer, mit dem die Schlanstedter Revanche für die Pokalniederlage der Vorsaison nahmen.

Olympia Schlanstedt: C. Stosch - Stickel, Schweinehage, Dalibor (60. Erdmann), Romankiewicz, Ahrens, Bauermeister (89. Barwei), Schrader (77. Wiesel), Köhler, S. Stosch, Krull;

SV Westerhausen: Meißner - Michaelis, Mzyk, Werner, Stachowiak, Ullrich, Borchardt, Fricke (46. Elsner), Maulhardt, KIttke, Dobrowolski;

Torfolge: 0:1 Philipp Dobrowolski (30.), 1:1 Nico Köhler (34.), 2:1 Kai Wiesel (80.); Schiedsrichter: Ulrich Leichsenring (Beierstedt); Zuschauer: 213.