Die Schlüsselszene ereignete sich bereits nach sieben Minuten: Der Unparteiische wertete ein Foul von Halke an Förster als Notbremse, schickte den "Sünder" mit Rot vom Platz und gab Elfmeter, den Richter zum 1:0 verwandelte. Für den abstiegsbedrohten Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg war das beim Chemnitzer FC der Anfang vom Ende. Nach 90 Minuten hatte der Spitzenreiter dem FCM am Ostersonntag gar drei Eier ins Nest gelegt.

Chemnitz. Die Meinungen über das Strafmaß in der Anfangsphase gingen später weit auseinander. Während FCM-Trainer Sandhowe von einer "fragwürdigen Entscheidung" sprach, der "frühzeitig das gesamte Konzept über den Haufen geworfen" habe, ordnete CFC-Coach Schädlich die Aktion als "klaren Elfmeter" ein. Letztlich war es eine harte, wenngleich vertretbare Entscheidung, denn der Chemnitzer war frei durch und Halke ("Ich habe Förster mit dem Arm leicht berührt. Daraufhin hat er sich geschickt fallen lassen") in dieser Szene letzter Mann.

FCM-Geschäftsstellenleiter Tiedge meinte: "Für mich keine Rote Karte, weil Halke den Chemnitzer nur leicht ins Straucheln bringt. Der Schiedsrichter hat dadurch das Spiel maßgeblich beeinflusst."

Doch es war nicht nur diese Aktion, die den Club frühzeitig auf die Verliererstraße führte. Nur fünf Minuten später setzte Peßolat nach einer Unaufmerksamkeit in der Gäste-Abwehr energisch nach und bediente den freistehenden Förster, der aus kurzer Distanz nur noch einzuschieben brauchte.

In der Folgezeit spielten die Elbestädter zwar munter mit, und es sah nicht so aus, als habe man einen Akteur weniger auf dem Rasen, doch Chancen auf eine Ergebniskorrektur ergaben sich nur ganz selten. In der 25. Minute hätte Richter nach Neumann-Flanke fast ein Eigentor produziert, und wenig später senkte sich ein Wolf-Kopfball auf das CFC-Netz. Die zwingenderen Möglichkeiten besaßen die Sachsen, die allerdings alles andere als ein Feuerwerk abbrannten, sondern eher das Ergebnis verwalteten und zuweilen unkonzentriert wirkten.

Glück vor allem für den FCM, dass nach einem Konter der frühere Magdeburger Tüting nur das Außennetz traf (34.).

Nach dem Wechsel tat sich auf beiden Seiten nicht mehr viel, abgesehen vom spektakulären 3:0 in der 70. Minute, als Garbuschewski in halbrechter Position die Kugel volley ins linke obere Eck hämmerte und somit aus Sicht des Aufstiegs-aspiranten für den krönenden Abschluss sorgte.

CFC: Pentke - Bankert, Trehkopf, Richter, Löwe, Garbuschewski, Tüting, Peßolat, Schlosser (77. Schaschko), Förster (73. Froehlich), Dobry (73. Dressler)

FCM: Tischer - Scharlau (81. Stiefel), Halke, Köhne, Neumann, Georgi (51. Müller), Bauer, Rodrigues (55. Instenberg), Becker, Wolf, Verkic

Schiedsrichter: Valentin (Taufkirchen). Zuschauer: 5315. Tore: 1:0 Richter (8./Foulelfmeter), 2:0 Förster (13.), 3:0 Garbuschewski (70.). Gelb: – / –. Rot: Halke (Notbremse/7.)