Mit der Open-Air-Inszenierung "Knüppel raus du Sack!" gründet sich erstmals im Puppentheater ein Theaterjugendclub für Schauspiel und Figurentheater. Gesucht werden junge Leute. Julia Danker sprach mit Sabine Oeft, Theaterpädagogin am Puppentheater Magdeburg und Verantwortliche für den FigurenTheaterJugendClub:

Volksstimme: Wer kann bei dem Projekt mitmachen?

Sabine Oeft: Begeisterte Jugendliche ab 15 Jahren mit Lust auf künstlerische Arbeiten und Ästhetik, auf Experimentelles und Schräges werden noch dringend gesucht. Die Teilnehmenden müssen keine Vorkenntnisse mitbringen, das Projekt steht für jeden offen.

Volksstimme: Was erwartet die Jugendlichen?

Sabine Oeft: Von den Skizzen bis zum Bau der Puppen über das Drehbuch wird alles von den Heranwachsenden selbstständig erarbeitet. Es ist ein Großprojekt mit viel Arbeit. Doch wem das Kreative besser liegt, muss nicht zwangsläufig auch spielen. Unter meiner Anleitung und der des bekannten chilenischen Künstlers Cesar Olhagarey wird experimentell eine Open-Air-Performance entstehen: Spiel mit Masken, Bau und Animation von Großfiguren, rhythmisierte Sprache, Schauspiel-Improvisation und vieles mehr ist geplant. Jede Puppe ist ein künstlerisches Objekt. Ihnen soll beim Stück durch Jugendliche eine Sprache verliehen werden und das wollen wir auf abstrakte Weise umsetzen.

Volksstimme: Wann beginnt das Projekt?

Sabine Oeft: Ab Mai beginnen wir mit Schauspiel- und Sprechtraining, Musik, Animation der Großfiguren.

Nach dem "Roten Faden" erarbeiten wir einen Spielverlauf und Choreografien. Außerdem sollten Wochenenden eingeplant werden, damit weiter experimentiert werden kann. Die regulären Proben finden immer mittwochs von 18 bis 21 Uhr, entweder im Puppentheater oder in der Jugendkunstschule, statt.

Volksstimme: Welches Ziel steckt hinter der ganzen Gründung?

Sabine Oeft: Die Premiere der Open-Air-Inszenierung "Knüppel raus du Sack!" wird im September dieses Jahres beim 10. Theatertreffen des Deutschen Bühnenvereins, Landesverband Ost, in Dessau sein. Weitere Auftritte in Magdeburg sind angedacht. Und ich wünsche mir, dass das Projekt mit anderen Stücken fortgesetzt wird.