Der abstiegsgefährdete Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg steht mit den nächsten drei Partien vor den "Wochen der Wahrheit". Gegen die ausnahmslos hinter dem Club plazierten Teams vom TSV Havelse (morgen, 13.30 Uhr, MDCC-Arena), Türkiyemspor Berlin und Eintracht Braunschweig II sollen mit aller Macht die notwendigen Punkte zum Klassenerhalt eingefahren werden.

Magdeburg. FCM-Trainer Wolfgang Sandhowe sprach Klartext: "Nicht nur die kommende Partie gegen Havelse – alle drei sind sogenannte Sechs-Punkte-Spiele, die wir gewinnen wollen."

Der 57-Jährige setzt dabei nicht zuletzt auf den Heimvorteil: "Wir haben gegen Cottbus II (0:0/d. Red.) und in der ers-ten Halbzeit auch gegen den HFC (1:3/Red.) eine engagierte Leistung geboten. Daran wollen wir anknüpfen."

Dass die Zahlen mit der schwachen Heimbilanz – nur drei Siege in 14 Spielen – eher gegen die Blau-Weißen sprechen, kommentierte Sandhowe so: "Statistiken interessieren mich nicht."

Mehr Gedanken macht er sich da schon um seine Innenverteidigung. Mit den gesperrten Daniel Halke und Tobias Friebertshäuser sowie dem verletzten Sebastian Sumelka fallen gleich drei Akteure auf dieser Position aus. Sandhowe dazu: "Wir haben schon in Chemnitz angedeutet, wie es gehen könnte. Auf der halblinken Seite spielt Christof Köhne, halbrechts entweder Daniel Bauer oder Philip Saalbach. Die Situation ist nicht schön, aber ich klage grundsätzlich nicht über fehlende Spieler. Dann müssen eben andere in die Bresche springen." Im Sturm dürften wieder Denis Wolf und Marko Verkic zum Zuge kommen, nachdem sich Shergo Biran beim Spiel der U 23 in Zwickau eine Oberschenkelverletzung zugezogen hatte und vermutlich erst nächste Woche wieder ins Training einsteigen kann.

Den Neuling aus Niedersachsen hat der Coach erst kürzlich in Berlin beobachtet. Sandhowe spricht von einer "robusten Mannschaft, die häufig über links kommt und mit Jan Zimmermann über einen gefährlichen Stürmer verfügt". Ohnehin befinden sich die Hannoveraner seit dem Trainerwechsel (André Breitenreiter für Jürgen Stoffregen) im Aufwind, haben nur noch drei Punkte weniger als der FCM auf dem Konto. Bei den Elbestädtern sind unterdessen die ersten Vertragsgespräche mit Präsident Peter Fechner, Vize Guido Nienhaus und Sandhowe angelaufen. Der Trainer machte aber deutlich, "dass erst dann mit konkreten Ergebnissen zu rechnen ist, wenn der Klassenverbleib feststeht".