Nach der blamablen 1:2-Pleite gegen den TSV Havelse stellte sich Peter Fechner, neuer Präsident des 1. FC Magdeburg, den Fragen der Volksstimme-Sportredakteure Uwe Tiedemann und Rudi Bartlitz.

Volksstimme: Herr Fechner, Sie haben sich nach dem Spiel zunächst für eine geraume Zeit zurückgezogen ...

Peter Fechner: ... ich musste, nachdem ich während der Halbzeitpause in der Kabine war und der Mannschaft noch Mut zugesprochen habe, diese Niederlage erst einmal sacken lassen.

Volksstimme: Und zu welchen Erkenntnissen sind Sie inzwischen gekommen?

Fechner: Das Präsidium wird versuchen, die Entscheidung in Bezug auf den sportlichen Leiter zu beschleunigen. Das hat jetzt oberste Priorität.

Volksstimme: Wann ist konkret damit zu rechnen?

Fechner: Noch in dieser Woche.

Volksstimme: Wer wird es denn sein?

Fechner: Ich bitte um Verständnis, dass ich keine Namen nenne.

Volksstimme: War denn der neue Mann heute im Stadion?

Fechner: Ich gehe davon aus und hoffe natürlich, dass er es sich nach dieser Vorstellung nicht noch einmal anders überlegt ...

Volksstimme: Apropos Vorstellung: Der Abstieg ist nun nicht mehr auszuschließen. Hat das Präsidium überhaupt einen Plan B in der Schublade?

Fechner: Natürlich, wir sind ja nicht blauäugig. Wenn dieser Fall wider Erwarten eintritt, brauchen wir aber über einen neuen Sportchef nicht mehr zu reden. Dann werden seine Position und die des Trainers zusammengezogen.

Volksstimme: Welche Einflussmöglichkeiten hat denn das Präsidium in dieser Situation überhaupt noch, nachdem die Mannschaft die in Aussicht gestellte Sonderprämie (knapp 10 000 Euro für Siege aus den drei "Endspielen"/d. Red.) bereits verspielt hat?

Fechner: Wir werden uns sicherlich etwas Neues einfallen lassen müssen.

Volksstimme: Denken Sie dabei auch an einen erneuten Trainerwechsel?

Fechner: In dieser Situation schließe ich nichts mehr aus. Aber das werden letztlich die entsprechenden Gremien zu beurteilen haben. Wenn es in dieser Woche nicht ohnehin eine Zusammenkunft von Aufsichtsrat und Präsidium gäbe, müsste man auf jeden Fall eine Krisensitzung einberufen.