Die Red Devils haben auch das zweite Finale gegen den MFBC Löwen Leipzig mit 5:4 gewonnen und sind damit Deutscher Unihockey-Meister 2011. Beide Finalisten lieferten sich vor 1068 Zuschauern ein packendes Saisonfinale.

Ilsenburg (mvo/ige). Passend zur Walpurgis war die Harzlandhalle fest in "Teufelshand" – mehr als 1000 Zuschauer erlebten nach dem Abpfiff eine ausgelassene Jubel-Party, zuvor hatten die Red Devils in einem spannenden und nervenaufreibenden Spiel mit einer kämpferisch geschlossenen Teamleistung aufgetrumpft.

Die Gäste aus Leipzig erwischten mit dem frühen 0:1 (2.) einen Start nach Maß, knapp sieben Minuten später verwandelte Christoph Weidemann die Harzlandhalle mit dem Ausgleichstor erstmals in einen brodelnden Hexenkessel. Nicht einmal zwei Minuten später sorgte Adam Karlsson mit der Führung für den nächsten Jubelsturm. Es war teilweise so laut, dass sich die Spieler auf dem Feld kaum noch verständigen konnten. Kurz vor der ersten Drittelpause glichen die Löwen wieder zum 2:2 aus.

Zu Beginn des zweiten Abschnitta gingen die Harzer Floorball-Cracks durch einen trockenen 15-m-Schuss von Ralf Lisiecki wieder in Führung, danach lieferten sich beide Finalisten einen offenen Schlagabtausch. Einige Zeitstrafen heizten die Stimmung zusätzlich auf., die Schiedsrichter hatten die Partie aber jederzeit gut im Griff. Eine Unterzahlsituation aus Sicht der Red Devils führte schließlich auch zum Ausgleichstreffer durch Tim Hoidis.

Der Schlussabschnitt war an Dramatik kaum zu überbieten.Robert Müller schoss die Devils nach knapp vier gespielten Minuten mit 4:3 in Führung, doch Leipzig drängte mit allen Mitteln auf den Ausgleich. Die Harzer stemmten sich aufopferungsvoll gegen die Löwentruppe und Jarno Savolainen erhöhte mit hartem und präzisen Distanzschuss unter die Leipziger Querlatte auf 5:3. Die Schlussoffensive der Löwen brachte zwar noch den Anschlusstreffer, doch in den verbleibenden neun Sekunden retteten die Devils bei stehenden Ovationen den knappen Vorsprung über die Zeit.

Unmittelbar nach dem Abpfiff startete die goldene Meister-Party mit Siegerehrung, Konfettiregen, Bier- und Sektduschen, die sich beim heißen Tanz in den Mai bis in die frühen Morgenstunden fortsetzte.

Torfolge: 0:1 Danny Weißwange (1:44), 1:1 Christoph Weidemann (9:01), 2:1 Adam Karlsson (10:57). 2:2 Matthias Böthgen (18:13), 3:2 Ralf Lisiecki (21:45). 3:3 Tim Hoidis (38:18), 4:3 Robert Müller (43:57), 5:3 Jarno Savolainen (51:54), 5:4 Christian Fritsche (59:51); Strafen: Devils 3 - Löwen 4.