Das Benzingeröder Tischtennistalent Chris Fischer kann auf eine beachtliche Erfolgsbilanz im Schüler- und Jugendbereich verweisen. Im September will er sich bei den Herren im Regionalliga-Team des SSV Landsberg einer neuen Herausforderung stellen.

Benzingerode. Als der für den SSV Landsberg spielende Benzingeröder Chris Fischer am letzten Oberliga-Punktspieltag gegen Biederitz den Punkt zum 9:5 erkämpfte, bedeutete das nicht nur den Sieg gegen einen spielstarken Konkurrenten, sondern gleichzeitig den Aufstieg seiner Mannschaft in die Regionalliga. Nach der erfolgreichen Saison des SSV Landsberg, an der auch er seinen Anteil mit 17 Siegen im unteren Paarkreuz hatte, wird nach dem kurzen Gastspiel des TSV Merseburg seit neun Jahren wieder eine Herrenmannschaft des Tischtennisverbandes Sachsen-Anhalt (TTVSA) in der dritthöchsten Spielklasse des Deutschen Tischtennis Bundes (DTTB) starten.

Chris Fischer gehört erst seit zwei Jahren zum Stammaufgebot des SSV Landsberg. Zuvor startete er während seiner Zeit am Sportgymnasium Magdeburg (2007 bis 2009) für den Schönebecker SV und DJK Biederitz. Er ist ohne Zweifel ein Ausnahmetalent, das erst am Anfang seiner Karriere steht. Ähnlich wie sein grpßes Vorbild, Europameister Timo Boll, wurde auch er anfangs vom Vater trainiert.

"Beim Heimatverein TTC Benzingerode war er nicht von der Tischkante wegzubekommen", erinnert sich Vater Michael Fischer. Das war 2000, Chris war gerade sechs Jahre alt. Wenig später folgte der Wechsel zum HSV Wernigerode, wo ihm Trainer Bernhard Klinge die Grundkenntnisse des Spiels vermittelte. Erste Erfolge stellten sich ein, als er beim Landesranglistenturnier 2002 Zehnter wurde und drei Monate später bei den Landesmeisterschaften Bronze im Doppel gewann", berichtet Vater Fischer stolz. Von da an begann der Aufstieg. Chris trainierte härter, dem Training in Benzingerode folgten zusätzliche Einheiten an den Landestützpunkten in Quedlinburg und Magdeburg, bis zu fünfmal pro Woche. "Stützpunkttrainer Wolfgang Schleiff und Landestrainer Günter Spott haben hier aus ihm das gemacht, was er heute ist", räumt Michael Fischer ein. Das zahlte sich aus. 2005 schaffte er den Sprung in die dritte Stufe des Talentsichtungslehrgangs des Deutschen Tischtennis Bundes, wo er sich mit den zehn besten Jungen Deutschlands messen konnte. Nicht zu vergessen sind die Ehrungen zum besten Sportler des Kreises Quedlinburg 2005 und 2006 sowie der Titel bei den Norddeutschen Meisterschaften der Schüler B, seinem bislang größten Erfolg. 2009 wurde er Norddeutscher Meister im Doppel. Einmalig in der Geschichte des TTVSA ist, dass er 2008 vierfacher Landesmeister (Schüler A und Jungen) im Einzel und im Doppel wurde. 2010 wurde er Landesmeister bei den Jungen.