Das erste Sommer-Wochenende steht an, die Badesaison ist eröffnet und die Magdeburger stürmen ins Freie. In die Strandbar oder in den Stadtpark – alle möchten die Sonnenstrahlen genießen. Aber Vorsicht ist geboten, denn die Sonne kann schon nach wenigen Minuten richtig gefährlich werden.

Altstadt. "Sonnenbrände und Sonnenstiche können schon vorkommen bei diesen Temperaturen", bestätigt Dr. Gabriele Dieckmann, Fachärztin für Innere Medizin. "Und unsere Haut nimmt das übel, denn sie hat quasi ein Gedächtnis", warnt sie.

Eigentlich sollte sich niemand, aber ganz besonders nicht Kleinkinder und Senioren ungeschützt der Sonnenstrahlung aussetzen, sondern auch Halbschatten oder Schatten suchen. Dort ist eine leichte Bräunung auch möglich.

Besonders zu schützen sind Kopf, Nacken und Ohren, bei Kindern wie auch Erwachsenen. Beim Sonnenbad bestehe auch die Gefahr der Austrocknung, Hitzestaus und Sonnenstiche. Grundsätzlich sollte man die "pralle Sonne", gerade in der Mittagszeit meiden, da die starke UV-Strahlung in diesem Frühjahr noch höher ist durch das Ozonloch.

Wichtig ist, den eigenen Körper langsam an den Sonnenkontakt zu gewöhnen, anfangs seien das maximal 10-15 Minuten. Helle Hauttypen (Hauttyp I: Sommersprossen und rötliches Haar) sollten zu einer Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor (LSF) 50 greifen, während Menschen mit einem normalen Hauttyp (Hauttyp II) mindestens einen LSF 20 brauchen, empfiehlt Dermatologin Dr. Petra Hauptmann.

Doch nicht nur die Haut sollte man in der Sonne richtig schützen, auch die Augen sind sehr empfindlich, was das richtige Maß an Sonne angeht. "Die richtigen Sonnenbrillen-Gläser sollten mindestens einen UV-Schutz 400 haben", gibt Dr. Sven Walter, leitender Oberarzt der Augenklinik Magdeburg, zu bedenken. Als Grundsatz gilt: Je dunkler die Sonnenbrillengläser, desto besser für die empfindliche Hornhaut. Im schlimmsten Fall kann es auch dort zu Sonnenbrand kommen. Symptome sind rote, trübe Augen und brennender Schmerz.

Neben der Haut und den Augen sollte man auch darauf achten, genug zu trinken. Denn bei hohen Temperaturen verdunstet der Körper viel durch sein größtes Organ, die Haut. Am besten ist Wasser oder fruchtsafthaltige Schorle und dazu leichte, fettarme Kost wie Obst und Gemüse.

"Zudem ist schönes Wetter auch nicht geeignet für sportliche Höchstleistungen oder schwere Gartenarbeit", so Dr. Dieckmann. "Das ist für den Kreislauf oft zu viel", fügt sie hinzu.

Am Ende ist es mit dem Sonnenbaden aber so wie mit den meisten Dingen im Leben: Es tut gut, wenn man sie richtig dosiert einsetzt und sich schützt.

   

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