Altstadt. Mit einem Benefizkonzert am gestrigen Sonntag sammelte die Deutsch-Japanische Gesellschaft Geld für die Überlebenden der Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan. In der Johanniskirche zu Gast war die Kammerphilharmonie Ascania aus Aschersleben unter Leitung von Cristian Goldberg. Gespielt wurden frühlingshafte Werke von Vivaldi, Albinoni und Mozart, der Eintritt war frei.

"Die gesammelten Spenden übergeben wir in der kommenden Woche dem Kinderhilfswerk UNICEF", erklärte Michael Gosewisch von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft. Das Geld diene als Soforthilfe, z.B. für traumatisierte Kinder und deren Behandlung durch Betreuer vor Ort. Bei dem anderthalbstündigen Konzert, dem u.a. auch der Kulturbeigeordnete Rüdiger Koch beiwohnte, sind insgesamt 1504 Euro zusammengekommen. Je weitere tausend Euro erhielt die Deutsch-Japanische Gesellschaft von der Volksbank, den Städtischen Werken Magdeburg und 2500 Euro von der Spardabank. Am kommenden Wochenende will die Deutsch-Japanische Gesellschaft bei einem weiteren Konzert der Kammerphilharmonie in Aschersleben selbst noch einmal Geld sammeln, dann wird die Gesamtsumme an die UNICEF-Ortsgruppe Magdeburg übergeben. Die Gruppe um Leiterin Helga Kleiner gibt das Geld dann an UNICEF Japan weiter, von wo aus es in die betroffenen Gebiete gebracht wird.

"Vor allem die Kinder müssen unter den Folgen der Katastrophe leiden, darum geht es uns um sie", sagt Michael Gosewisch. Die Deutsch-Japanische Gesellschaft will weiter helfen und sammelt deshalb Adressen von Sachsen-Anhaltern, die bereit wären, japanische Kinder für Kuraufenthalte aufzunehmen. Interessierte können sich unter Tel. 7221193 melden.

Bilder