Bernburg (dw). Sechs Chöre aus Bernburg haben am Freitag gemeinsam mit der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie das Festival "Klänge im Raum" im Salzlandkreis eröffnet. Auf dem Programm des Musik-abends im Kurhaus standen Werke von Händel, Schumann, Beethoven und die Uraufführung des "Concerto Lachrymae", komponiert vom 1984 in Magdeburg geborenen Jens Klimek. Diese Erstaufführung und die große Besetzung bei Beethovens "Meeresstille und glückliche Fahrt" sowie bei der "Chorfantasie" folgten dramaturgisch ganz dem Anliegen des besonderen Musikfestes. Denn "Klänge im Raum", bereits in der 18. Auflage im Salzlandkreis, will Laien- und Profimusiker auf der Bühne zusammenführen und das Publikum an besonderen Aufführungsorten mit Musik erreichen. Klassik, Jazz und Dixieland fernab der etablierten Konzertbühnen in den großen Städten.

Für den Auftakt der Reihe gewann Generalmusikdirektor Christian Simonis als musikalischer Leiter über hundert Sängerinnen und Sänger aus Kantoreien, dem Friedrich-Silcher-Chor und dem Projektchor Bernburg. Als Solisten wirkten Josef Müller am Cembalo, die Flötistin Gabi Zucker und die Pianistin Irina Lackmann mit.

Der musikalische Bogen spannte sich im Konzert von Musik der Barockzeit, über klassisches Repertoire bis hin zur Moderne. So erlebten die Zuhörer den konzertierenden Wettstreit zwischen Orchester und Cembalo in Händels silbrig-quirligem F-Dur-Konzert oder Schumanns "Ouvertüre, Scherzo und Finale" E-Dur – Musik, mal schwelgerisch, mal explosiv. Neben der Chorleistung in den Beethoven-Stücken begeisterte vor allem Irina Lackmann mit ihrer souveränen, virtuosen Spielweise und dem feinsinnigen Auskosten lyrischer Momente im umfangreichen Klavierpart der "Chorfantasie".