Die American Footballer der Wernigerode Mountain Tigers müssen weiter auf das erste Erfolgserlebnis in der Regionalliga Ost warten. Beim Vorjahresdritten, den Berlin Bears, kassierte der personell arg gebeutelte Aufsteiger eine deutliche 31:0-Niederlage.

Berlin (ige). Mit großen Personalsorgen fuhren die Mountain Tigers nach Berlin. Während die Bears mit 50 Spielern aufliefen, fehlten den Harzern gleich zehn Stammkräfte. Die erste Angriffsserie der Bergtiger brachte nicht den erwarteten Erfolg, danach legten die Berliner Bären mit einer beachtenswerten Passoffensive los. Doch die Verteidigung der Tigers hielt den Gegner in Schach und ließ nur ein Fieldgoal zu.

Danach startete auch Wernigerode eine beeindruckend ihre Angriffswelle, die das Lederei bis einen Meter vor die gegnerische Endzone brachte. Doch kurz vor dem möglichen Touchdown ging nichts mehr. Alle drei Versuche, den Ball über die Linie zu tragen, schlugen fehl. Auch der Kick wurde vom Gegner geblockt.

Im weiteren Verlauf der Partie schenkten sich beide Teams keinen Yard, bis kurz vor der Halbzeitpause blieb es bei der knappen 3:0-Führung der Bears. In der Schlussphase des zweiten Viertels schlichen sich auf Seiten der Tigers immer mehr Fehler ein. Die Gegner nutzten diese konsequent aus und baute seinen Vorsprung mit zwei aufeinander folgenden Touchdowns auf 17:0 aus.

Die zweite Halbzeit wurde von den Tigers mit viel Elan angegangen, die Harzer wollten das Ruder noch einmal herumreißen. Doch schon bald machte sich der dünne Kader bemerkbar. Die Hitze forderte bei den Bergtigern ihren Tribut, die Offense konnte sich gegen einen starken Gegner kaum noch in Szene setzen. Die ebenfalls hochmotivierten Berliner zogen ihre Spielzüge konsequent durch und bauten ihre Führung im dritten Viertel mit zwei Touchdowns und anschließenden Extrakicks bereits entscheidend auf 31:0 aus. Trotz des deutlichen Rückstands kämpften die Bergtiger bis zum letzten Angriff und ließen im Schlussabschnitt keine weiteren Punkte zu.

"Zum Schluss muss man sagen, dass die Jungs super gekämpft haben, sich nie aufgaben und sehr diszipliniert waren, was man in den ersten beiden Spielen vermisste. Sie waren trotz der Niederlage am Ende wieder eine Einheit, so wie ich sie kenne. Auch wenn wir jetzt das dritte Spiel in Folge verloren haben, gibt es noch Rückspiele – und da sehe ich gute Chancen", lobte Ralf Lange. Ähnlich sah es auch Headcoach Mark Garza: "Bei 140 Yards Strafe haben wir einfach zu viel Big Plays der Berliner zugelassen und dann keine Punkte machen können, obwohl wir viermal in die Redzone der Berliner waren. Trotzdem haben unsere 25 Spieler die gesamten vier Quarter vorbildlich gekämpft ."