Altstadt. Stress auf Magdeburgs wichtigster Verkehrsader: Mit der gestern gestarteten Brückensanierung an der Halberstädter Straße ist nun ein viertes Nadelöhr perfekt. Für 950 000 Euro wird die Westseite des desolaten Bauwerks erneuert. Bis November rollt es deshalb in beide Richtungen nur einspurig. Da die Überfahrten über den Mittelstreifen eingerichtet wurden, gab es schon zu Wochenbeginn erste Staus. Ab sofort kann es nur noch schlimmer werden, befürchten Experten.

Um die Bauzeit und damit die Erschwernisse zu reduzieren, sei mit der Baufirma Zweischichtbetrieb und Sonnabend-Arbeit vereinbart worden, sagte Amtsleiter Thorsten Gebhardt.

Nadelöhr Nummer 2 in Richtung Norden ist schon jetzt die Brücke Albert-Vater-Straße (einspurig/Tempo 60). Mit dem Start der Komlettsanierung ab voraussichtlich Juni wird analog zur Brücke Halberstädter Straße verfahren – Mittelstreifen-Überfahrt. Noch bis Ende Juni schließlich muss der einspurige Verkehr an der wachsenden Lärmschutzwand in Kauf genommen werden.

Viertens: Wegen der gesperrten Brücke Hundisburger Straße ist der Verkehr direkt auf dem Ring zwar nicht beeinträchtigt. Aber: Wer aus Rothensee die Europastraße in Richtung Süden nutzen will, muss Umwege in Kauf nehmen. Entweder steuert er die Auffahrt Ebendorfer Chaussee oder die Rampe Mittagstraße an. Beides nimmt sich nicht viel.

Zu den vier längerfristigen Staufallen kommt nächste Woche noch eine hinzu, allerdings kurzzeitig. Dann werden auf der südlichen Richtungsfahrbahn der Brücke Albert-Vater-Straße Restarbeiten aus dem letzten Winter ausgeführt – Staugefahr.