Bei den deutschen Titelkämpfen der Flossenschwimmer in Rostock haben die Harzer Vertreter an die Erfolge der Vorjahre angeknüpft. Insgesamt zeigten die Tauchsportler eine geschlossene Mannschaftsleistung, bei der jeder von jedem angefeuert wurde.

Wernigerode (fbo). Nach den hervorragenden Wettkampfergebnissen der vergangenen Wochen, wurde Lucas Liebegut seiner Favoritenrolle bei allen vier Starts gerecht. Er siegte über 200 m FS (Flossenschwimmen), 50 m FS, 100 m FS und 100 m ST (Streckentauchen), wobei ihm über 200 m FS und 100 m ST auch neue Bestzeiten gelangen. Einen weiteren Einzeltitel sicherte für den TC Harz Lisa Tegtow, die die 200 m FS gewann. Nach vielen Verletzungspausen und Wochen mit vermindertem Training war damit ganz sicher nicht zu rechnen. Durch diese Leistung hat Lisa wieder eine Vornominierung für die Jugendnationalmannschaft erreicht. Auf den kürzeren Distanzen erfüllte sie nicht ganz ihre eigenen Erwartungen.

Eine weitere Medaillensammlerin war Jaqueline Schröder, die bei allen Starts mit Edelmetall geehrt wurde. In ihrem ersten Wettkampf gelang ihr über 400 m ST überraschend der dritte Platz. Durch diesen Erfolg motiviert, verbesserte sie auch bei allen anderen Starts ihre persönlichen Bestleistungen, schaffte jeweils Silber über 200 m FS, 400 m FS und 800 m FS. Ebenfalls mit Silber geehrt wurde Michael Größler (400 m, 800 m FS). Dies ist umso bemerkenswerter, da auch er nicht immer trainieren konnte.

Gleiches gilt für Loris Bartsch. Da nichts zu verlieren war, gingen die Trainer ein Risiko ein und ließen Loris mit einer Wettkampfflosse an den Start gehen, die er noch nie ausprobiert hatte. Das Risiko wurde belohnt und er nahm über 50 m FS und der doppelt so langen Strecke jeweils Bronze mit nach Hause.

Für ihren seit Wochen andauernden Formanstieg wurde auch Tessa Kühn belohnt. Sie freute sich über 50 m FS über die Bronzemedaille. Aber nicht nur die ganz vorn platzierten Sportler machten den Trainern Freude. Eines der schönsten Rennen aus Harzer Sicht lieferte Niclas Weller (400 m FS) ab. Mit sechs Hundertstel Vorsprung gewann er, obwohl er bei 350 m noch zwei Sekunden Rückstand hatte. Seine Bestzeit, die er erst im März aufgestellt hatte, drückte er nochmals um 17 Sekunden (Platz sechs). David Stadler, der in diesem Jahr mit dem starken Jahrgang 1996 zusammen gewertet wird, stellte seine hervorragende Form unter Beweis, verbesserte sich auf allen vier Sprintstrecken. Außerdem entschied er das teaminterne Duell mit Lucas Liebegut zweimal für sich. Johannes Schenk, Fredericke Dalichow und Pascal Friedrich überzeugten mit neuen persönlichen Bestmarken.

Einen deutlichen Formanstieg bewies auch Luise Fischer, die in drei der vier Rennen neue persönliche Jahresbestleistungen erzielte. Henriette Dalichow schwamm bei vier Starts drei neue Bestzeiten und auch Celina Rosenberg, Skadi Schüler, Phillip Schröder und Marie Kristin Jakobasch konnten teilweise ihre Bestmarken drücken.

Bei den abschließenden Staffeln errangen die Harzer Edelmetall. Über 4 x 200 m FS schlugen die Mädchen in der Besetzung Luise Fischer, Tessa Kühn, Jaqueline Schröder und Lisa Tegtow als Erste an. Bei den Jungen schwammen Loris Bartsch, David Stadler, Niklas Weller und Lucas Liebegut auf den Bronzerang.

Zum Abschluss stiegen nochmals über 4 x 100 m FS Fischer/ Schröder/Dalichow/Kühn auf das oberste Treppchen. Die Jungen mussten sich nach hartem Kampf den besseren Staffeln aus Rostock und Plauen geschlagen geben.