Mit 2:1 hat der SC Heudeber am 27. Spieltag in der Fußball-Landesklasse das Harzkreisderby gegen den Quedlinburger SV gewonnen. Damit verbesserten sich die Gelb-Schwarzen in der Tabelle auf Rang sieben, während der QSV als Vorletzter zu den drei Absteigern gehört.

Quedlinburg (rwi/bkr). Für den gastgebenden Quedlinburger SV war diese Begegnung wohl die letzte Chance, um dem drohenden Abstieg zu entgehen. Für ihn zählte nur ein Dreier. Doch die Einheimischen begannen sehr nervös. Sie hatten aber bald die erste große Gelegenheit. Ronny Schönian lief auf der Seite durch, passte in die Mitte zu Phillip Brüser, der den Ball aber freistehend über das leere Tor der Gäste schoss (10.). Mit zunehmender Spielzeit kamen die Gäste besser ins Spiel und hatten auch ihre erste Möglichkeit. Bei einer Flanke von Patrick Könnecke verschätzte sich QSV-Schlussmann Steven Voigt. Norman Hartmann kam dadurch an den Ball, spielte zwei Gegenspieler aus, schoss aber dann Robert Frye an, der auf der Linie stand (28.). Acht Minuten später hatten dann die Gäste doch Grund zum Jubeln. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Chris Zawihowski kam Könnecke frei zum Kopfball und Voigt hatte das Nachsehen. Auch das 0:2 war ein Kopfballtreffer.Kurz vor der Pause flankte Zawihowski einen Eckball in den Strafraum diesmal stand Norman Hartmann goldrichtig und und köpfte unhaltbar ein. Von den Quedlinburgern war in der Offensive wenig zu sehen. Sie waren zwar redlich bemüht, doch ihr Angriffsspiel war ideenlos und stellte die SCH-Abwehr vor keine großen Probleme.

Nach dem Seitenwechsel schalteten die Gäste zwei Gänge zurück und hatten kaum noch nennenswerte Angriffsaktionen. Der Gastgeber wirkte dadurch zwar optisch überlegen, jedoch zwingend waren seine Aktionen auch nicht. So brachte ein platziert getretener Freistoß von Sven Gabriel den Anschlusstreffer. Wer nun dachte, die Platzherren drehen auf und wollen das Blatt noch wenden, sah sich getäuscht. Die Spielzüge des QSV blieben hausbacken und brachten kaum Gefahr vor dem Gästetor. Die letzte gute Möglichkeit in diesem Derby hatten die Vorharzer, als der eingewechselte Carsten Kundt auf Michael Perplies passte, dieser aber Torhüter Voigt anschoss. (81.).

Die Einheimischen ließen in den 90 Spielminuten ein energisches Aufbäumen vermissen und ergaben sich ihrem Schicksal. Der Abstieg dürfte nun mit dieser Niederlage endgültig besiegelt sein.

"Wir haben noch einmal versucht, unser Bestes zu geben. Gute Ansätze waren zu sehen, doch damit konnten wir Heudeber nicht ernsthaft in Gefahr bringen. Wir spielten zu langsam und die zahlreichen Fehler werfen uns immer wieder zurück. So entstanden auch die beiden Gegentore, wo wir nicht konzentriert genug in der Abwehr standen. Insgesamt gesehen reicht unsere Leistung nicht, um in der Landesklasse zu bestehen. Für die Zukunft bleibt uns noch viel Arbeit", meinte Quedlinburgs Trainer Rainer Kriese nach dem Spiel.

Quedlinburger SV: Voigt – Wegert, Frye, Weidner (80. Böhme), Brenner, Grimmer, Färber, Brüser, Könnecke, Schönian, Heinemann (46. Gabriel);

SC Heudeber: Hoffmeister – P. Nippert, Fichtner, Zawihowski, J. Nippert, Perplies, Grüning (61. Kundt), Könnecke, Hartmann, Lorenz, Malucha;

Torfolge: 0:1 Patrick Könnecke (36.), 0:2 Norman Hartmann (44.), 1:2 Sven Gabriel (65.); Schiedsrichter: Volker Bühring (Heynburg); Zuschauer: 55.