Werder (jja). Der Grundstein für drei neue Stadthäuser am historischen Viktoriapark an der Ecke Mittelstraße/Lingnerstraße ist gestern gelegt worden. Bis zum Jahresende sollen in den drei Häusern 29 Wohnungen sowie ein Parkhaus mit 32 Stellplätzen entstehen. Die neuen Mieter können spätestens zum 1. März 2012 einziehen.

Insgesamt investiert die MWG-Wohnungsgenossenschaft in den Standort 6 Millionen Euro, wobei das Parkhaus mit 500 000 Euro zu Buche schlägt. Drei Viertel der Investitionssumme kommt aus Mitteln der MWG-eigenen Spareinrichtung (derzeit 35 Millionen Euro Spareinlagen). Mit dem Projekt will die MWG (derzeit 9147 Wohnungen) ihr Portfolio mit hochwertigem Wohnraum ergänzen.

Für Magdeburgs Baubeigeordneten Dieter Scheidemann ist das Projekt ein "sehr positives Zeichen". Denn hier werde für ein neues Wohnprojekt nicht weiterer Ackerboden verdichtet, sondern ein Quartier in unmittelbarer Zentrumsnähe aufgewertet – "und das ohne Eingriff in den alten Baumbestand". Dies sei aus ökologischer Sicht in doppelter Hinsicht lobenswert. Aus seiner Sicht passe sich die von Planer Thomas Nörthemann entworfene Architektur "in hervorragender Weise dem Umfeld auf dem Werder an".

Den Viktoriapark, so war gestern am Rande der Grundsteinlegung zu erfahren, hatte MWG-Vorstand Thomas Fischbeck bei einer privaten Radtour als attraktiven Wohnstandort entdeckt. Das Grundstück wurde dann von einem Hamburger Unternehmen, das sich um die Vermarktung aufgegebener DDR-Kaufhallen-Standorte kümmert, erworben. Doch die Bauvorplanungen entpuppten sich als überaus schwierig. Die sehr gute Unterstützung von den Baubehörden der Stadt bei den Planungen stellte Fischbeck in seiner Rede besonders heraus.

Auch bei der Bauausführung kommt es zu Einschränkungen für die Anwohner. So muss der benachbarte Spielplatz wegen der Aufstellung eines zweiten Baukrans bis Juli gesperrt werden. Fischbeck: "Die Baufirma Toepel bemüht sich um großes Tempo und die MWG wird nach den Arbeiten den Spielplatz aufwerten und zur Wiedereröffnung ein Spielplatzfest ausrichten. Sozusagen als kleines Dankeschön für das Verständnis unserer neuen Nachbarn."

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