Halberstadt. Letztmals auswärts in der Fußball-Oberliga tritt am Sonntag der VfB Germania Halberstadt an. Beim noch im Abstiegskampf steckenden VfL Halle 1896 wird um 13.30 Uhr angepfiffen.

Auf den Weg ins Stadion am Zoo machen sich diesmal einige Halberstädter Fans mehr als sonst. Sie wollen live dabei sein, wenn ihr Team mit hoher Wahrscheinlichkeit das 400. Oberligator seit Zugehörigkeit erzielt. In diesem Fall hat sich der Fanclub "Harz" etwas Besonderes einfallen lassen, um den betreffenden Torschützen entsprechend zu würdigen. "Was das sein wird, verraten wir vorher nicht", so Fanclub-Chef Eddi Masannek.

Dass Germania realistische Chancen auf zwei Tore gegen Halle hat, beweist die Bilanz der bisherigen Begegnungen. Noch nie hat Halberstadt gegen den VfL verloren, zudem brachten es die Saalestädter in sieben Partien bislang nur auf einen Treffer, die Petersen-Elf dagegen war 21 Mal erfolgreich. Dreimal trafen sich beide Clubs in der Oberliga, zwischen 2001 und 2003 viermal in der Verbandsliga. Im Schnitt traf der VfB dreimal gegen den VfL, beim letzten Aufeinandertreffen im November sorgten Eggert und Blankenburg für den 2:0-Sieg.

Obwohl die große Aufstiegsfeier am 29. Mai noch bevorsteht, kehrt um das Friedensstadion lansgam wieder Alltag ein. Co-Trainer Enrico Gerlach dazu: "Wir haben in den letzten zwei Wochen ausgiebig gefeiert. Wie schon vor dem Erfurt-Spiel erwähnt, geht es für uns um die Fortsetzung unserer Erfolgsserie. Wir lassen uns auf nichts ein, das haben wir ja auch gegen die Thüringer eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das Ziel bis Saisonende lautet sechs Punkte. Außerdem wollen wir uns auch beim VfL in Halle fußballerisch gut präsentieren, damit alle Zuschauer sehen, wir sind der verdiente Oberliga-Meister."

Alex Kopp verletzte sich diese Woche im Training (Adduktoren) und wird wohl genau wie der weiter angeschlagene Philipp Peters eher nicht zum Einsatz kommen. Christian Siemund hingegen war erstmals wieder im Training dabei.