Der FC Sachsen Leipzig hat nach 2009 zum zweiten Mal Insolvenz angemeldet. Damit endet für FCM-Torwartlegende Dirk Heyne am 30. Juni eine weitere Etappe seiner Trainerkarriere. Der 53-jährige Fußball-Lehrer, der neun A-Länderspiele und 323 Partien in der DDR-Oberliga absolvierte, trainierte von 2003 bis 2007 die Elbestädter und betreute seit 2008 die Sachsen. Mit dem "Langen", der beim FCM zudem in 34 Europapokalspielen das Tor hütete, sprach Volksstimme-Sportredakteur Klaus Renner.

Volksstimme: Zum zweiten Mal nach 2009 hat es den FC Sachsen erwischt. Der Verein ist erneut insolvent – mit welchen Konsequenzen?

Dirk Heyne: Ja, der Insol-venzverwalter hat die Reißleine gezogen. Er könne nicht erkennen, dass der Verein in der Lage sein wird, die kommende Saison finanziell zu stemmen. Erste Gespräche über die Zukunft des Vereins sind bereits gelaufen, weitere werden folgen. Es sieht aber zurzeit so aus, als würde RasenBallsport Leipzig das Spielrecht für unsere Oberligamannschaft übernehmen. Unsere "Zweite" wie auch der gesamte Nachwuchsbereich wird sich aller Voraussicht nach der Ball-SG Chemie Leipzig anschließen.

Volksstimme: Dann werden Sie also künftig die zweite Mannschaft von RB trainieren?

Heyne: Nein, dieser scheinbar fließende Übergang zu RB ist kein Thema für mich.

Volksstimme: Weshalb? Sieht man Sie womöglich bald auf einer Trainerbank Ihres Heimatvereins FCM wieder?

Heyne: Es gab da vor zwei, drei Monaten das eine oder andere Gespräch. Inzwischen hat sich dieses Thema allerdings erledigt. Auch mit meinem derzeitigen Vereines bin ich immer noch in Verhandlungen. Für mich steht aber inzwischen fest, dass ich auch in Zukunft im Trainergeschäft bleiben möchte, jedoch nicht in Leipzig.