Dem Magdeburger Recht soll ein Denkmal gesetzt werden. Das ist Ziel einer Initiative, die morgen um 19.30 Uhr Interessierte zu einer Auftaktveranstaltung in das Rathaus einlädt. Rainer Schweingel fragte bei Initiator Thomas Veil nach:

Volksstimme: Warum soll dem Magdeburger Recht ein Denkmal gesetzt werden?

Thomas Veil: Das Magdeburger Recht war eine großartige rechtliche und politische Leistung Magdeburgs im Mittelalter und bildete mit seinen Wirtschafts- und Handelsnormen Kaufleuten erstmals die Sicherheit, dass sie für ihre Leistungen auch eine Gegenleistung einfordern konnten. Diese Regeln breiteten sich vor allem in Osteuropa aus und sind bis heute Grundlage für Rechtsnormen. Kiew hat deshalb dem Magdeburger Recht schon ein Denkmal gesetzt. Auch in Magdeburg sollte neben anderen Initiativen, die es schon gibt, ein Denkmal dauerhaft an diese historische Leistung erinnern.

Volksstimme: Wie könnte ein Denkmal aussehen?

Thomas Veil: Das muss eine Jury aus Fachleuten im Rahmen eines Wettbewerbes entscheiden. Davor steht aber die Finanzierung. Das Denkmal soll ausschließlich aus Spenden bzw. Sponsorengeldern finanziert werden. Für das Projekt möchte ich morgen auf unserer Auftaktveranstaltung werben.

Volksstimme: Was erwartet die Besucher?

Thomas Veil: Es wird Grußworte, u.a. von Justizministerin Angela Kolb, geben. Im Mittelpunkt stehen ein Referat von Prof. Heiner Lück zum Magdeburger Recht und die Diskussion untereinander über die weitere Vorgehensweise. Ich hoffe, dass sich viele Interessenten für das Projekt finden.