Ist es normal, verrückt zu sein, oder verrückt, normal zu sein? Was ist verrückt und was normal? Fragen, mit denen sich das Theaterprojekt "L0s ,Weg’-Ass" beschäftigt in der Inszenierung "Ampelmännchen isst man nicht". Ein Projekt vom Verein Der Weg, der Hilfe und Integrationsmöglichkeiten für psychisch Kranke und deren Angehörige bietet.

Von Birgit Ahlert

Magdeburg. Ein Ampelmännchen kennt jeder, es ist richtungsweisend und kann etwas in Bewegung setzen. Das will auch die Theatergruppe vom Verein Der Weg und hat das integrative Theaterprojekt "Ampelmännchen isst man nicht!" geschaffen. Das dreht sich um Fragen wie: Was ist verrückt und was normal? Wer ist ver-rückt und wie sieht das Leben von dort aus? Ohne sich in Polemik zu verstricken. Vielmehr präsentiert die bunt gemixte Theatergruppe eine unterhaltsame Aufführung mit viel Improvisation. Über die man – natürlich – auch nachdenken kann. "Wir nähern uns dem Thema durch die Suche nach der alltäglichen ,Verrücktheit", sagt Birgit Urbahn vom Weg-Verein.

Die Inszenierung ist ein Gemeinschaftswerk. Nach zahlreichen Gesprächen der Mitwirkenden entstand unter Regie der Theaterpädagogin Kerstin Reichelt eine szenische Collage. Auf die ersten Aufführungen im Dezember vorigen Jahres gab es eine so positive Bilanz, erzählt Birgit Urbahn, dass der Theaterverein derzeit die Wiederaufführung vorbereitet. Die Termine stehen aber bereits fest: Ab Dienstag, 21. Juni, 11 Uhr wird das Stück an drei Tagen in der Feuerwache zu erleben sein.

Nach der Aufführung am Mittwoch, 22. Juni, 13.30 Uhr, laden Der Weg und die Theatergruppe zur Gesprächsrunde ein.

Am dritten Tag wird es dann eine Abendvorstellung geben, Beginn 19 Uhr. Anschließend lädt die Band "Les Soleils" zum Benefizkonzert. Der Erlös geht an das Theaterprojekt, das sich selbst finanzieren muss und weitere integrative Projekte plant.

Die Theatergruppe "Los ,Weg’-Ass" wurde im Verein Der Weg im Jahr 2002 gegründet. Sie besteht aus Bewohnern und Mitarbeitern der Integrationsbegegnungsstätte.

www.derwegev.de