Die Blankenburger Volleyballfreunde richteten bereits zum fünften Mal ihre Frühlingsfest-Weltmeisterschaft aus, an der auch in diesem Jahr wieder zwölf Mix-Teams aus allen Herrenländern um den Titel kämpften.

Blankenburg (fbo). Nach der Eröffnung folgte der traditionelle Einmarsch der Nationen, bei dem sich alle Teams in landestypischer Kleidung präsentierten. Etwas aus dem Rahmen fielen dabei Exoten wie Atlantis (Schierke), Märchenland (TVC 99 Eisleben) und Transsilvanien (Germania Gernrode).

Auf den drei Feldern im Sportforum kristallisierten sich die ersten Favoriten zum Ende der Vorrunde heraus. Die USA (Dessau) und der dritte des Vorjahres Panama (Gaterslebener VV) lieferten sich in Gruppe 3 einen heißen Kampf. Am Ende hatte die USA die Nase vorn. In der zweiten Gruppe trafen die beiden Finalisten des Vorjahres Italien (Blankenburger VF) und Grönland (Ilfeld/Nordhausen) aufeinander – der Titelverteidiger Grönland war klar besser.

Nachdem es im letzten Jahr noch in der Vorrunde gescheitert war, schaffte Japan (Lok Blankenburg) mit mehr Konstanz im Spiel ungeschlagen das Viertelfinale. Hier spielten die Gruppenersten und -zweiten um den Einzug ins Halbfinale, während die dritten und vierten mit Mannschaften wie Transsilvanien, Mexiko (Nedlitz), China (Neudorf), Irland (BVF II) jeweils die Platzierungen ausspielten. Für eine kleine Überraschung sorgte dabei das sehr junge Team aus Andorra (HSV Wernigerode), das unter der Führung von Claudia Volk ein sehr gutes Turnier spielte. Andorra belegte am Ende einen beachtlichen siebten Rang.

Nachdem sich Japan im Viertelfinale knapp gegen Panama durchgesetzt hatte, folgte auch Grönland ins Halbfinale. Im weiteren Verlauf schafften die USA und Italien noch den Einzug in die Finalrunde. Im Spiel um Platz fünf setzte sich Panama mit 2:0 (25:23, 25:15) gegen das Märchenland durch.

Im ersten Halbfinale Japan – USA setzten sich die Asiaten im ersten Satz mit 25:22 durch, lagen im zweiten aber mit 19:24 fast aussichtslos hinten, schafften es mit Kampfgeist und Mut sich doch noch den zweiten Satz zu sichern. Im zweiten Semifinale kam es zum zweiten Treffen der Vorjahresfinalisten Grönland und Italien. Dieses mal hatten die Italiener den besseren Start und gewannen 25:20, gerieten in Durchgang zwei aber schnell ins Hintertreffen (11:25). Im dritten Satz drehten die Italiener den Spieß wiederum und schafften mit einem 15:13-Erfolg den Finaleinzug.

Alle Träume der Grönländer, den Weltpokal zum dritten Mal in Folge zu gewinnen, waren zunichte gemacht. Einen kleinen Trost erspielten sich die Nordländer im Spiel um Platz drei (2:0 gegen die USA). Im Finale standen sich die beiden Lokalrivalen Lok Blankenburg (Japan) und Gastgeber Blankenburger Volleyballfreunde (Italien) gegenüber. Nach fast zehn Stunden Volleyball-Marathon zeigten beide Teams, was in ihnen steckt und den Zuschauern ein mehr als ansprechendes Finale. Japan siegte im ersten Satz 25:21, kam aber im zweiten mit 16:25 unter die Räder. Diesen Vorteil nutzten die Italiener nicht für sich und gratulierten am Ende dem verdienten Weltmeister Japan (dritter Satz 15:11). Nachdem die Blankenburger VF und Ilfeld/ Nordhausen jeweils zweimal den Pokal gewannen, können sich nun auch Lok Blankenburg‘s Japaner zu den Gewinnern der großen Kugel zählen.

Bei der Siegerehrung wurden Urkunden, Sachpreise und Pokale überreicht. Die Organisatoren Martina Amelang und Stephan Seipelt wurden für die Ausrichtung eines gelungenen Turniers von allen mit kräftigem Beifall geehrt.

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