Magdeburg. Detlef Ullrich, neuer sportlicher Leiter des Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg, treibt die Personalplanungen für die kommende Saison wie angekündigt zügig voran. Die wichtigste ist dabei die Besetzung des Cheftrainerpostens. Vieles deutet daraufhin, dass "Retter" Wolfgang Sandhowe auch 2011/12 das Zepter bei den Blau-Weißen schwingt.

"Ich habe mich entschieden, werde meinen Vorschlag jedoch zunächst dem Präsidium unterbreiten", betonte Ullrich gestern Nachmittag. Die abendliche Sitzung des verantwortlichen Club-Gremiums dauerte bei Redaktionsschluss noch an.

Auf Volksstimme-Nachfrage verwies FCM-Pressesprecher Stefan Lietzow am späten Abend darauf, dass der Verein erst heute mit einer offiziellen Mitteilung über die Präsidiumsentscheidung zur Trainerfrage an die Öffentlichkeit gehen werde.

Ullrich bekräftigte noch einmal, worauf es ihm bei der Trainer-Personalie ankommt: "Wir brauchen keinen vom Typ Mourinho, sondern jemanden, der hierherpasst. Das heißt, er soll ehrliche Arbeit abliefern, für Disziplin sorgen, motivieren können und sich mit dem Verein identifizieren." Dieses Anforderungsprofil erfüllt Sandhowe, der den Club zuletzt mit vier Siegen in Folge zum Klassenerhalt geführt hatte, auf alle Fälle ...

Ullrich alle Hände voll zu tun, will sich zunächst ein Bild verschaffen. "Der Ist-Zustand ist wichtig, um eine genaue Analyse erstellen zu können und dann die richtigen Schlüsse zu ziehen", sagte der 55-Jährige und sprach damit auch das Nachwuchsleistungszentrum an: "Die Philosophie muss so aussehen, junge Spieler aus der Region nach oben zu führen."

Priorität hat momentan aber natürlich die erste Mannschaft. Und da gibt es die ersten Neuzugänge. Vom Regionalliga-Absteiger FC Homburg kommt Stürmer Christopher Wright (24), von Energie Cottbus II der sowohl auf der rechten als auch linken Seite einsetzbare Abwehrspieler Fernando Lenk (21).

Und es gibt wohl auch schon zwei Abgänge – Marko Verkic und Shergo Biran. Beide tauchten beim Internet-Portal "transfermarkt" gestern bereits als Wechsel auf. Ullrich dazu: "Soweit sind wir noch nicht. Tatsache ist aber natürlich auch, dass die beiden nicht die Leistungen gezeigt haben, die von ihnen erwartet wurden." Es deutet also alles auf eine schnelle Trennung hin.