Magdeburg - Der Bauernverband hat eine zügige Gesetzgebung zur Umsetzung der EU-Agrarreform gefordert. "Wir brauchen das, um Planungssicherheit in der Branche zu haben", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt, Fritz Schumann, am Donnerstag in Magdeburg. Die Agrarminister der Länder hatten sich nach hartem Tauziehen im November 2013 auf Eckpunkte für die Verteilung der EU-Milliardenzuschüsse in Deutschland geeinigt. Insgesamt ging es um 6,2 Milliarden Euro pro Jahr.

Mehr Geld soll es demnach für kleine und mittlere Betriebe geben, Federn lassen müsse vor allem die größeren Betriebe in Ostdeutschland. Angaben des Landwirtschaftsministeriums zufolge muss Sachsen-Anhalt mit rund zehn Prozent weniger an Prämien rechnen.

Die von den Agrarministern verabschiedeten Eckpunkte seien eine akzeptable Grundlage für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln regionaler Herkunft, sagte Schumann. "Von den Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung erwarten wir, dass die regionalen Besonderheiten eine angemessene Berücksichtigung finden."