Magdeburg - In der Diskussion über angebliche Armutszuwanderung aus Bulgarien und Rumänien hat Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) die CSU kritisiert. Man müsse erst abwarten, wie viele Menschen tatsächlich kommen, sagte der CDU-Politiker Stahlknecht dem Rundfunksender MDR Sachsen-Anhalt am Donnerstag. Ob es eine Migrationswelle geben werde, müsse man in den kommenden Wochen sehen. Ein Klima der Feindseligkeit zu schaffen, halte Stahlknecht für falsch. Sachsen-Anhalt freue sich über jeden Ausländer, der sich integrieren, hier arbeiten und Deutsch lernen wolle.

Seit Jahresbeginn gelten die Ausnahmen von der freien Arbeitsaufnahme in Europa nur noch für Bürger des jüngsten EU-Landes Kroatien, aber nicht mehr für Bulgaren und Rumänen. Die CSU und die Kommunalverbände fürchten nun eine Zuwanderungswelle von Menschen, die sich nicht selbst durch Arbeit finanzieren können.