Amsdorf/Halle - Nach dem Unglück im Tagebau der Romonta GmbH Amsdorf wird die Ermittlung der Ursache wohl längere Zeit in Anspruch nehmen. "Wir gehen von mehreren Monaten aus", sagte der amtierende Leiter des Amtes für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt, Bodo-Carlo Ehling, am Donnerstag in Halle. In der Nacht zum Montag war ein Großgerät zur Abraumbeseitigung in die Tiefe gerissen worden. Ursache waren nach Angaben des Unternehmens Erdbewegungen. Verletzt wurde niemand. Die Höhe des Schadens steht noch nicht fest. Der gesamte Grubenbetrieb wurde bis auf weiteres eingestellt.

"Wir müssen herausfinden, welche Mengen an Erdreich abgestürzt und wie die Grundwasserbedingungen waren", sagte Ehling. Letztere seien immer von Bedeutung bei Erdrutschen. Dazu seien Vermessungen und Bohrungen nötig.

Die Produktion bei Romonta mit etwa 400 Beschäftigten läuft weiter, wie das Unternehmen mitteilte. Die Veredelungsanlage in Amsdorf wird bis auf weiteres mit Kohle aus dem mitteldeutschen Revier versorgt. Das Unternehmen im Landkreis Mansfeld-Südharz fertigt aus bitumenhaltiger Braunkohle Rohmontanwachs. Es kommt in verschiedenen Bereichen der Industrie zum Einsatz, so in Gießereien oder bei der Herstellung von Polituren und Schuhcremes.