Berlin - Die Preise für Ackerland in Ostdeutschland ziehen weiter an. Wie aus der am Donnerstag vorgestellten Jahresbilanz hervorgeht, verkaufte die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) Acker- und Grünland im vergangenen Jahr zum Verkehrswert von durchschnittlich 15 411 Euro pro Hektar. Das waren 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Spitzenpreise von 38 500 Euro pro Hektar wurden in der Magdeburger Börde gezahlt. Die BVVG ist die Gesellschaft des Bundes zur Privatisierung von Agrarflächen der DDR.

BVVG-Geschäftsführer Wilhelm Müller begründete den erneuten Preisanstieg mit der Nachfrage nach Flächen beispielsweise zur Erzeugung erneuerbarer Energien und für mehr Fleischproduktion. Die BVVG sei anders als oft dargestellt aber kein Preistreiber und verkaufe auch nicht in größerem Umfang direkt an Investoren.

Die BVVG verkaufte 2013 rund 36 100 Hektar Ackerland und 15 100 Hektar Wald. Damit erzielte sie einen Überschuss von 436 Millionen Euro. Auch für 2014 erwartet die Gesellschaft einen Gewinn in ähnlicher Höhe. Die Arbeit in den schwierigsten Geschäftsfeldern - dem Verkauf an Alteigentümer oder Pächter sowie dem Verkauf von Wald - werde bis 2015 erledigt sein, sagte Geschäftsführer Detlev Hammann. Danach sollen die BVVG-Standorte von acht auf vier reduziert und Personal abgebaut werden.