Halle - Die Stadt Halle hat in einer Sitzung über die Zukunft des von der Juni-Flut 2013 beschädigten Mitteldeutschen Multimediazentrums (MMZ) beraten. Es stehe die Frage im Raum, ob das an der Saale gelegene Gebäude saniert, teilsaniert oder an einen neuen Standort umgesiedelt werde, sagte Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Mittwoch. Zunächst prüften Gutachter, wie hoch die Kosten für eine Sanierung des mit modernster Technik ausgestatteten Gebäudes ausfallen würden. Zudem werde derzeit über mehrere mögliche neue Standorte diskutiert.

Das MMZ ist den Angaben zufolge eine hundertprozentige Tochter der Stadt. Ein MMZ-Sprecher sagte, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass das MMZ erneut überflutet werde. Nach der Flut sei ein Fördermittelantrag gestellt worden. Etwa 20 Millionen Euro würden gebraucht, um alles wieder instand zu setzen, sagte der Sprecher. Das Bürogebäude konnte dank eines Darlehens in Höhe von 500 000 Euro seinen Betrieb provisorisch weiterführen.

Der markante Neubau am Saaleufer galt lange als umstritten. Das Projekt wurde für 35 Millionen Euro realisiert. Derzeit sind den Angaben zufolge 52 Firmen aus Bereichen wie der Filmvertonung in dem Objekt ansässig. Zudem werden darin Studenten der Universität Halle ausgebildet.