Magdeburg - Eine wachsende Zahl von Ärzten in Teilzeitarbeit könnte aus Sicht der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) das Problem des Ärztemangels in Sachsen-Anhalt verschärfen. Viele junge Mediziner räumten der Familie eine höhere Priorität ein als in der Vergangenheit, sagte der Vorsitzende der KV, Burkhard John, am Mittwoch in Magdeburg. Deshalb würden eventuell noch mehr Ärzte benötigt als bislang prognostiziert. Nach Zahlen der Ärztekammer arbeiteten im vergangenen Jahr von landesweit 8761 berufstätigen Medizinern 759 Teilzeit, im Jahr 2012 waren es 678 gewesen. Bis zum Jahr 2025 müssen laut John allein 825 Hausarztstellen nachbesetzt werden.