Karlsruhe - Das Städtische Klinikum Karlsruhe hat eingeräumt, am Bluthandel mit der DDR beteiligt gewesen zu sein. Es bestätigte am Donnerstag einen Bericht des ARD-Politikmagazins "Report Mainz". In einer Stellungnahme an den Sender, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, erklärt das Klinikum, zwischen 1988 und 1990 Blutpräparate aus der DDR bezogen zu haben. Zum damaligen Zeitpunkt hätten sich keine Bedenken gegen die Vertragsbeziehungen mit der DDR ergeben, hieß es. Der Bluthandel mit der DDR steht in einem schlechten Licht, seit bekannt wurde, dass das Regime zeitweise auch Blut von Häftlingen gegen Devisen an den Westen verkaufte. Das Bayerische Rote Kreuz hatte ebenfalls eingeräumt, solche Blutspenden über einen Schweizer Zwischenhändler gekauft zu haben.